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29. Januar 2010

Das Leben an der Westkueste

Die letzte Station in Australien, das erste Mal an der Westkueste: Hallo Perth!
Ich bin seit letztem Samstag hier und habe auf dem Weg hierher einen wirklich unterhaltsamen Flug hinter mich gebracht. Willow erzaehlte mir von den Parties, die die Australier feiern, wenn es dank eines Zyklons/Taifuns mal wieder ein paar Tage ohne Strom zu verbringen gilt. Und Ian, der hauptberuflich Drachen fuers Kitesurfen vertreibt, hat mir Geschichten erzaehlt, die er beim Kitesurfen erlebt hat und ausserdem von seinen Skulpturen, die er nebenberuflich kreiiert. Wir hatten ein wenig Zeit zum Plaudern, denn wir haben an diesem Tag mehr als 3.400 km zurueck gelegt. Ist das nicht Wahnsinn? Schon die Strecke von Sydney nach Perth entspricht etwa der von Madrid nach Moskau, einen aehnlichen fuer meine Strecke habe ich leider nicht gefunden.
Nett anzusehen war auch der Uluru (der weltbekannte Ayers Rock) im Northern Territory, den ich fuer kurze Zeit bestaunen konnte als wir eine Zwischenlandung in der Naehe eingelegt haben. Vielleicht seh ich mir den beim naechsten Mal genauer an...

In jedem Fall gefreut habe ich mich auch, Timmy wieder zu sehen, den ich noch aus Deutschland kenne. Verrueckter Kerl sag ich nur: Das erste was ich in Perth gesehen habe, nachdem er mich vom Flughafen abgeholt hat, war seine alte Wohnung, wo ich ihm beim Umzug geholfen habe. Nach wenigen Minuten hatten wir die letzten Habseligkeiten eingesammelt, sauber gemacht und schwupps gings in die neue Bleibe. Er wohnt nun in einem grossen Haus, dass naher an seiner Uni liegt. Das Haus bewohnt er nicht alleine und seine Mitbewohner sind ganz sicher nicht alltaeglich. Er, bzw. 'wir' leben mit einer Familie zusammen, die aus insgesamt fuenf Mitgliedern besteht: Der italienische Papa Josef und die englische Mutti Jane samt ihren Kids Marcus und Danica. Die aelteste Tochter Laura wohnt mit ihrem Freund ein paar Strassen weiter. Es geht weiter mit Lauras fester Freundin Mel; Marcus' Kumpel Kyle; Rob, einem weiteren Freund der Familie. Muss ich dazu sagen, dass ich etwas ueberrascht war, als ich allen vorgestellt wurde?! ;) Aber tatsaechlich ist alles halb so chaotisch wie es im ersten Moment scheint. Alle sind nett und es ist wirklich IMMER jemand zum quatschen da.

In der vergangenen Woche habe ich selbst maessig viel unternommen. Timmy arbeitet waehrend der Semesterferien und ich muss mich it dem verrueckten Busnetz herumschlagen. Dennoch habe ich mich ein wenig in Perth umgesehen, war im Botanischen Garten (der wohl der groesste innerstaedtische und meiner Ansicht nach auch der bisher schoenste meiner bisherigen Tour ist), habe einen Abstecher in den Vorort Fremantle gemacht, welcher wiederum mit alten Gebaeuden voll gepackt ist und habe mit Timmy und ein paar neuen Freunden den Australia Day gefeiert. Anlass fuer letzteren ist die erstmalige Vereinigung der wenigen Bundesstaaten des Kontinents zu einem einzigen Land. Man koennte sagen, es ist der Tag der australischen Einheit. An diesem Feiertag wird tatsaechlich heftig gefeiert, natuerlich traditionell mit viel Grillgut, Bier und einem bunten Feuerwerk in den groesseren Staedten. Eine runde Sache... ;)

Bis demnaechst!

22. Januar 2010

Viel zu viel Wasser, um Fische zu sehen

Ich bin heute noch in Cairns und dank tropischen Regens wurde meine Glasboot-Tour zum Great Barrier Reef abgesagt. Autsch. Da ich aber nur einen Tag hier oben habe, muss ich diesen Teil meiner Reise leider vorerst abhaken. Aber gut, nach einer Gluecksstraehne, die knapp 3 Monate anhielt, muss man sich hin- und wieder mal mit einer kleinen Enttaeuschung zufrieden geben. Ich kann immerhin von den Erinnerungen an das traumhafte Wetter in Airlie Beach zehren, wo ausnahmsweise ein paar Tage trockene Hitze bei knapp 32-34 Grad vorherrschten - und das exakt in dem Zeitfenster, in dem ich dort war. Auf dem Segeltrip zu den Whitsundays habe ich ueber Nacht an Deck geschlafen und einmal mehr die Milchstrasse beobachtet. Wir haben ausserdem ein Wettrennen mit einem anderen Segelboot veranstaltet und nach zwei Tagen zurueck an Land Abschied voneinander gefeiert.



Morgen schon fliege ich nach Perth, wo ich eine Woche lang bei Timmy bleibe. Das ist gleichzeitig meine letzte Station in Australien. Ich habe ihn 2007 in Deutschland kennen gelernt und da es das Internet gibt, konnten wir in der Vergangenheit in losem Kontakt bleiben. Ich freue mich schon darauf, ihn wieder zu sehen und eine Runde zu schnacken. Zumal ich ihn jetzt besser verstehen duerfte als damals. Der australische Slang ist wirklich nicht immer einfach zu verstehen, aber ich habe mittlerweile eine Menge dazu gelernt. ;)

Timmy zieht gerade um, was garantiert chaotisch wird. Aber nichtsdestotrotz holt er mich morgen vom Flughafen ab, was immer ein tolles Gefuehl fuer mich ist. Egal wo man ist, man fuehlt sich gleich gut aufgehoben. Ausserdem kann ich mit Timmy am 26. Januar den Australia Day feiern, der wohl den kompletten Kontintent Kopf stehen laesst. Ich weiss noch nicht genau, was gefeiert wird, aber seit Tagen sieht man im TV nichts anderes mehr. Diese Ozzis sind wirklich patriotisch veranlagt. Ozzies wird uebriegens gesprochen wie 'Ossis', nur weicher. Garantiert gibt es ueberall Barbies (die Abkuerzung fuer Barbeque, also Grillfeste) und gelb-gruen gekleidete Menschen. Das wird ein riesen Spass und ich freue mich schon drauf!

Weitere Details gibt es dann zu gegebener Zeit. Ich geh dann mal Waesche waschen... Bis demnaechst!

Der Countdown läuft

"La vida es corta pero una sonrisa sólo precisa un segundo." [altes kubanisches Sprichwort] Warum verrate ich euch Binsenweishe...