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12. April 2016

Manta, Manta!

An alle Daheimgebliebenen,

ich bin euch noch einen Beitrag über den Trip nach Komodo schuldig. So viel vorab: Es war toll!

Wir waren eine Nacht und zwei Tage unterwegs, haben an Deck eines kleinen Fischerboots geschlafen und waren mehrmals schnorcheln. Angesteuert haben wir mehrere Inseln. Gestartet sind er von der Insel Flores. Das war am einfachsten zu handhaben.

Beeindruckend war die Begegnung mit den Riesenwaranen auf Rinca und Komodo allemal. Die schwerfällig wirkendenden Urviecher waren aus der Nähe deutlich respekteinflößender als man meinen könnte. Ihr ewig lange Zunge ist ausgestattet mit feinen Geruchssensoren und die vermeintlich tölpeligen Bewegungen imponieren dann doch, sobald man die langen Krallen aus geringer Entfernung betrachtet. Mit ihrem stark bakterienbehaftetem Speichel hauen sie so manchen Wasserbüffel um. Um einen angemessenen Abstand hat man uns nicht lange bitten müssen.
Übrigens: Insgesamt besiedeln die Warane vier Inseln im Umkreis. Nur zwei davon sind für Besucher des Nationalparks offiziell zugänglich.

Mein Highlight ...
... war trotz allem weniger das Getümmel an Land als vielmehr das im Wasser: Wir waren am zweiten Tag an einem Treffpunkt für Rochen angelangt. Dort sind wir stellenweise mit 10-12, sicher auch mal 15 Rochen geschwommen / geschnorchelt. Das war am Anfang befremdlich bis beängstigend, weil die schiere Größe mancher Exemplare mich dann doch umgehauen hat. Aber die Aufregung legt sich schnell. Einer hatte witzigerweise einen dicken Fisch unter sich 'spazierengeführt', und später einen Looping unter Wasser hingelegt als wolle er uns zeigen, was er da Tolles mit sich führt. Es war fantastisch!

Derzeit bin ich auf der Insel Gili Trawangan und habe Martin heute nach Sydney verabschiedet. Ich verbringe noch 2 Tage hier, einen in Kuta / Lombok und noch 2 in der Hauptstadt Jakarta. Langweile is daher nicht. Details dann später! Tschö!

6. April 2016

Dort oben leuchten die Sterne und unten leuchten wir

Genau wie dieses traditionelle Kinderlied mit Bezug zum Sankt Martinstag fühlte ich mich dieser Tage. Warum? Martin und ich haben einen Trekkingtrip gebucht: Einmal zum Gipfel des Mount Rinjani, dem zweithöchsten Berg Indonesiens und gleichzeitig noch aktiven Vulkans des Staates.

Was ist passiert auf dem Trip, der für 2 Nächte und 3 Tage angesetzt ist?
Wir haben zweimal am Kraterrand gezeltet, knapp 7.000 Höhenmeter und 40 km überwinden, den Gipfel mit 3.726m erklommen. Zwischendurch sind wir abgestiegen in den regenfeuchten Krater, der einen See beherbergt. Wir haben viele nette und hilfsbereite Menschen aus mindestens 10 Nationen getroffen und uns gegenseitig motiviert.

Romantik? Vergiss es
Fast (!) nebensächlich sind heute die Strapazen, die damit einhergehen: Morgens um 2.30 Uhr aufstehen, um 4h bis zum Sonnenaufgang durch Wurzelgestrüpp und Geröll zu waaten. Was sind schon steile Aufstiege auf sandigartigem Untergrund und plötzlich einhergehender Regen, der unserer Schuhe in eine Seenlandschaft mit Strandeinlage verwandelt? Die Blasen, die uns beim finalen Abstieg und nach wie vor plagen sind so groß, dass ich sie nicht näher beschreiben möchte. Unser Trip war stellenweise so schlecht organisiert, das ich das meinen Eltern zuliebe hier lieber nicht en detail erwähne.

Mein persönlicher Höhepunkt
Ich bin mitten in der Nacht dabei, den Gipfelaufstieg zu bewältigen. Über mir prangt der absolut klare Sternenhimmel. Gleichzeitig registriere ich auch unter- und auch oberhalb meiner eigenen Position die schaukelnden Stirnlampen meiner Mitstreiter. Alle haben das Ziel, pünktlich zum Sonnenaufgang auf dem höchsten Punkt des Mount Rinjani zu stehen. Es ist eine fantastische Erinnerung, die ein Foto niemals im Ansatz festhalten könnte.

Was steht an?
Wir sind bereits wieder auf Normal Null-Level zurück und auf dem Weg zum nächsten Abenteuer: Komodo
Der Weg dorthin? Wie immer nicht der einfachste.

Aber dazu später mehr. Bis bald!

Der Countdown läuft

"La vida es corta pero una sonrisa sólo precisa un segundo." [altes kubanisches Sprichwort] Warum verrate ich euch Binsenweishe...