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4. Januar 2010

Willkommen in 2010

Ich weiss, ich wiederhole mich staendig, aber: Die Zeit rennt! Lasst mich nur ein paar Worte zu Silvester verlieren: Es war toll! Nachdem ich in weiser Voraussicht ein schickes Abendkleid in Brisbane gekauft hatte, gab mir Martin die Gelegenheit, es auch zu tragen: Wir waren zunaechst in der Altstadt 'The Rocks' essen. Der Stadtteil ist der aelteste, von Europaeern besiedelte Ort Australiens - und aufgrund der herrlich alten Gebaeude auch optisch ein Augenschmaus.
Nach dem Essen haben wir uns dann in die riesige Menschenmenge gestuerzt und uns das Feuerwerk um 21 Uhr angeschaut - richtig, es gibt an diesem Abend zweimal was zu kucken. Das erste Feuerwerk ist eher eines fuer Familien, die danach dem Trubel der Massen entfliehen koennnen. Generell muss ich sagen, dass die Ozzis (=Australier) sehr bedacht sind Familien, aeltere oder behinderte Menschen in den Alltag einzubinden. Mehr dazu in einem extra Post, den ich bei Gelegenheit erstellen werde.

Danach gings in jedem Fall auf eine der hippen Partys im Hafen, wo wir viel zu lange auf unsere Getraenke warten mussten und leider 'nur' Ausblick auf das Opera House hatten. Ich hatte Martins SMS vor einigen Tagen ein wenig falsch interpretiert und der Blick auf die Harbour Bridge war mir nicht vergoennt. Aber ich will ja nicht meckern. Schee war's trotzdem. ;)





Darueber hinaus habe ich mich in den letzten Tagen mehrfach mit ein paar Freunden aus Byron Bay getroffen und bei ein paar Bier kamen die bisher wohl schraegsten Gespraeche zustande.

Zusammen mit Martin bin ich ausserdem in die Hauptstadt Canberra (sprich: Kaenbra)gefahren, wo ich zum ersten Mal die Werke einiger grosser Meister bestaunt habe. Details zur aktuellen Ausstellung findet ihr hier. Unter den bekannten Werken haben mir van Goghs 'La nuit etoilee' und 'Van Gogh’s Bedroom at Arles 1889' am meisten gefallen. Das klingt vielleicht ein wenig seltsam, aber so ein Gemaelde aus naechster Naehe zu sehen ist einfach was anderes - es war wirklich beeindruckend.
Ein weiterer Ausflug am gestrigen Sonntag hat uns in den Nationalpark von Sydney gefuehrt. In einem privaten Zoo habe ich meine ersten echten, lebendigen Kaenguruhs gesehen habe. Viel mehr noch: Es war eine Art Streichelzoo und man konnte die kleinen Freunde anfassen und beim herum huepfen bestaunen. Ich bin hin und weg.

Aber genug geschwaermt, ich muss mich mal wieder um meinen Reiseverlauf kuemmern. Heute morgen hiess es naemlich: Zurueck nach Brisbane - aber ich weiss immer noch nicht genau, wo ich morgen sein werde. ;)

Bis demnaechst!

29. Dezember 2009

Da wird das Huhn...

Vergesst alles, was ich euch bisher als Hoehepunkt der Reise verkauft habe - heute hat mir mein Ex-Couchsurfing-Gastgeber Martin eine SMS geschrieben, in der er mir mitgeteilt hat, dass wir Silvester direkt an der Oper verbringen werden, mit perfekter Sicht auf die Harbour Bridge. HALLO?! Ich bin erst einmal rundum ausgerastet und in meinem Zimmer herumgesprungen - ein Glueck hat das niemand gesehen. Ich bin immer noch ausser mir und freue mich riesig darauf, morgen nach Sydney zurueck zu kehren. Ich meine, vor vier Tagen wusste ich noch nicht einmal, wo ich den Jahreswechsel ueberhaupt feiern werde und jetzt das! Aber als haette ich das gewusst, habe ich bereits am Sonntag ein unglaublich schickes Kleid gekauft (samt Schuhen und sonstigem Schnick Schnack). Sagen wir einfach, es war weibliche Intuition...



Beinahe habe ich darueber vergessen euch zu erzaehlen, dass ich am 2. Weihnachtsfeiertag auf dem Surfboard stand (zumindest in der Hocke war, was bei dem vorherrschenden Wellengang wirklich als Erfolg zu verbuchen ist), mir am selben Tag auch den bisher heftigsten Sonnenbrand zugezogen habe und dass ich mich in Brisbane hauptsaechlich durch Sushi und Chai Latte am Leben erhalte, weil ich hier die besten Lokale dafuer entdeckt habe. Ausserdem freue ich mich drauf, endlich aus dem Schlecht-Wetter-Loch heraus zu kommen, denn seit Anfang Dezember gilt in der noerdlichen Region 'Regenzeit'. Und ihr werdet es nicht glauben, aber man fuehlt sich hier dank Moskitos wie in den Tropen. Juchu! Nein, nicht wirklich.
Aber um dem Regen ein Schnippchen zu schlagen, kann man sich in den naechsten Klamottenladen fluechten. Das hat ganz gut geklappt bisher, siehe Sonntag (ja, auch an Sonn- und Feiertagen kann man hier shoppen gehen - zum Missfallen meines Kontos).

Falls ich bis zum Jahreswechsel nicht mehr zum Schreiben komme, wuensche ich euch ein tolles neues Jahr voller bunter Ueberraschungen. Geniesst es in vollen Zuegen, bleibt gesund und werft eure guten Vorsaetze ueber Bord. Letzteres wird eh nichts. ;)

Bis demnaechst!

27. Dezember 2009

Zurueck in die Zukunft

Ich hatte euch bereits erzaehlt, dass ich mich hier in Brisbane an Melbourne erinnert fuehle. Aber nicht nur gefuehlt werde ich mich in auf meiner Route zurueck bewegen, auch streckenmaessig geht es einen Schritt nach Sueden.

Ihr werdet's nicht glauben, aber am 30.12. geht wieder nach SYDNEY! Ja, tatsaechlich werde ich Silvester in Sydney verbringen. Und ja, ich bin ein wenig aufgeregt deswegen... Gerade vor ein paar Tagen noch habe ich mit meinen neuen Freunden aus Byron Bay diskutiert, wo wir jeweils feiern werden. Da ich bis dato noch nicht wusste, wo ich mich aufhalten werde, hatte ich bisher noch nicht nach einer Unterkunft Ausschau gehalten. Und da ich gestern mit Martin telefoniert habe, lag die Frage nach seinen Plaenen fuer den Jahreswechsel nahe. Um so erstaunter war ich, als er mir sagte, dass er keine haette und *schwupps* hatten wir uns verabredet. Unglaublich, denn als ich vor knapp 2 Monaten die teilweise unverschaemten Preise fuer Uebernachtungen entdeckt hatte, war Silvester fuer mich in einem abgeschiedeneren Plaetzchen schon sicher.

Ich werde also ein paar Tage mehr in Sydney verbringen - was bis dahin passiert, erfahrt ihr natuerlich hier. Sponatn erinnert mich die Situation an den Song 'Ein Schritt vor' von Silvester. Kostenloses Herunterladen und Rein hoeren wird ueber diesen Link moeglich. Viel Spass damit!

Bis demnaechst!

20. Dezember 2009

Unfassbar, unbeschreiblich, unbezahlbar

Sydney zu verlassen scheint eine groessere Herausforderung zu werden, als ich dachte. Ich wollte gestern gehen, aber ich habe meinen Bus nach Byron Bay nicht rechtzeitig gebucht und nun ist es Montag, Tag 8 in ein- und derselben Stadt. Hier zu bleiben ist allerdings nicht wirklich schlimm, immerhin ist in der vergangenen Woche viel passiert: Neben dem ersten Surftraining am Strand ist mein erstes, offizielles Couchsurfing-Experiment geglueckt, ich war am Wochenende auf Photo-Safari; in den Blue Mountains, die eine gute Stunde von der Stadt entfernt liegen; mit dem Kajak ein paar Buchten erkunden; habe auf dem Boogie Board gegen Wellen gekaempft; mich in den unzaehligen Museen unter anderem mit Astronomie, den 80er Jahren und zeitgenoessischer Kunst beschaeftigt; war im Rotlichtviertel der Stadt tanzen (Kings Cross ist Rotlicht- und Ausgehviertel zugleich) und mich gezwungen, alle moeglichen Biersorten zu probieren (war gar nicht so schwer).

Hier ein paar Impressionen aus der Photo-Safari in den Blue Mountains:



Nebenbei bin ich mit einem Millionaer um die Haeuser gezogen (er faehrt nen Honda und wohnt in einer WG), habe mir von Kameramann Martin ueber seine letzte Begegnung mit dem Dalai Lama erzaehlen lassen (es war bereits das dritte Mal, also nicht mehr ganz so besonders fuer ihn) und bin meinem ersten Kaenguruh begegnet (es ist frisch vom Grill gehuepft und war 'medium raw'). Wo wir gerade beim Essen sind - es gab Sushi, indische und thailaendische Kueche und Fruehstuecken war ich auch das ein oder andere Mal (meist gegen Mittag). Den wohl groessten Schreck meines Lebens habe ich erlebt, als ich beim Online-Banking ein geraeumtes Konto vorfand (kein Scherz! Hat sich aber alles aufgeklaert, ich bin doch nicht mittellos - Gott sei Dank!).

Ich bin durchweg begeistert von der Freundlichkeit der Ortsansaessigen und deren Art zu leben und hatte Spass mit einer alten Freundin aus Deutschland. Was ich hier lasse ist Musik aus Deutschland (jaaa, so manch einer steht auf MIA und Clueso) und ein Stueck Herz. Was Glueck ist? Keine Ahnung, es fuehlt sich jeden Tag anders an - genau wie das Leben in dieser Stadt.

Bis demnaechst!

18. Dezember 2009

Buschbraende - Entwarnung

An alle, die sich Sorgen aufgrund der Buschbraende machen: ich befinde mich im Bundesstaat New South Wales, die verheerenden Feuer wueten in Victoria, nahe Melbourne. Zwischen mir und den Feuern liegen ueber 12h Autofahrt - das sollte erst einmal reichen, um unversehrt zu bleiben. Ausserdem regnet es heute (bei immerhin 23 Grad) und es bleibt wohl bewoelkt uebers Wochenende. Bitte macht euch keine Gedanken, ja? ... ;-)

Kussi gen Heimat

17. Dezember 2009

Sonne, Strand und (couch)surfing

Es ist vollbracht, ich habe mein erstes offizielles Couchsurfing-Erlebnis hinter mir. Genauer gesagt zwei. Am Dienstag habe ich mein Profil auf couchsurfing.org erstellt und gleich relativ viele Antworten bekommen. Nachdem ich mich schon am Dienstag das erste Mal mit meinem aktuellen Gastgeber Aaron getroffen habe, sind wir die letzten beiden Tage am Strand rum gegammelt, haben uns dort mit Natalie getroffen, die ich noch aus Pforzheim kenne und eine entspannte Zeit gehabt.

Wie kann solche Menschen uebers Internet finden, fragt ihr euch?! Auf der Internetseite von couchsurfing.org erstellt man wie gesagt ein Profil und beantwortet einen Haufen Fragen (bspw. Interessen oder den Grund fuer das Interesse am Couchsurfen). Gegen eine geringe Gebuehr kann man sein Profil verifizieren lassen, das bedeutet, dass die Betreiber der Seite die angegebenen Profildaten ueberpruefen und einen danach als tatsaechlich existierende Person ausweisen. Das geschieht vor dem Hintergrund, die Sicherheit aller Teilnehmer so weit wie moeglich zu gewaehrleisten.

Wenn man also durch die Profile klickt, bleibt man unweigerlich beim ein oder anderen haengen. Aaron fiel auf, weil er unter dem Punkt Philosophie 'Keeping the beer cold' (in etwa: Er bemueht sich darum, das Bier kuehl zu halten) angegeben hatte. Bei den anderen Gastegebern waren es andere Gruende, er war lediglich der schnellste, der mir geantwortet hatte.

Und nachdem wir am Dienstag abend feiern waren, gings dann Mittwoch an den Whale Beach, der weniger von Touris besiedelt ist. Dort war ich weniger surfen, als vielmehr am Strand ueben, wie man mit dem Board umgeht. Allein aus einer liegenden Position auf die Beine zu kommen, ist gar nicht so einfach - auch waehrend einer Trockenuebung. Nach einer Weile haben wir uns dann Boogie Boards geschnappt und haben uns den Wellen baeuchlings gestellt. Das hat unheimlich viel Spass gemacht. Wie ihr auf dem Bild hier erkennen koennt, kann man sich einfach auf das Brett legen und sich mit einer geeigneten Welle zurueck zum Strand tragen lassen. Klingt ein wenig traege, aber bis man eine geeignete Stelle zum Abpassen der Welle gefunden hat und eine genuegend grosse Welle mitnehmen kann, muss man sich durch einige (!) andere Wellen kaempfen, was alleine schon maechtig Spass macht. Hat man eine vermeintlich gute Welle vor der Nase, heisst es schnell rumdrehen und paddeln was geht! Wooooohoo! ;-)




Was ich sonst noch gemacht habe? Surfer beobachtet (damit kann man sich eine Weile beschaeftigen), mich mit Natalie getroffen, abends am Darling Harbour Essen gewesen, meinen ersten Sonnenbrand eingefangen (ja, leider!) und einen anderen Couchsurf-Gastgeber auf einen Drink getroffen. Letzterer war eher, naja, lasst mich sagen 'alternativ'.

Ob mein Segelturn heute abend stattfindet, weiss ich noch nicht. Es regnet heute und mein naechster Couchsurf-Gastgeber hat mir dahingehend noch nicht Bescheid gegeben. Drueckt mir die Daumen, dass ich heute abend in den Sonneruntergang segeln kann! :-D

Bis demnaechst!

16. Dezember 2009

Verplant

Ich kann euch nicht sagen, wann ich das naechste Mal ins Netz komme, denn mein Terminkalender ist voll bis zum Wochenende. Daher hier eine kurze Vorschau fuer die naechsten Tage:

Ich werde heute zum ersten Mal richtig couchsurfen. Bisher hatte ich ja nur bei Leuten uebernachtet, die ich vorher kennen gelernt hatte. Nachdem ich vorgestern ein Profil bei www.couchsurfing.org eingerichtet habe und nach einer Uebernachtungsmoeglichkeit in Sydney gefragt hatte, haben satte drei von vier Gastgebern geantwortet. Kein schlechter Start. Gestern habe ich mich dann mit Aaron getroffen, in dessen WG ich heute abend uebernachten werde. Er holt mich in ein paar Minuten ab und dann geht's ab zu meiner ersten Surfstunde - Nein! Nicht couchsurfing, richtiges surfen.

Morgen treffe ich mich mit Treeny (Kuerzel fuer Christina). Ich habe sie zufaellig in Melbourne kennengelernt und wir werden zusammen an die weniger von Touris belagerten Straende in Sydney fahren. (Ich sag nur Palm Beach!). Bei 32 Grad am morgigen Donnerstag kann ich mir nichts Besseres vorstellen!

Am Freitag gehe ich segeln mit einem Kameramann, den ich gestern wegen der Demo der Greenpeace-Aktivisten am Opera House kennen gelernt habe. Von der Demo selbst hatte ich nichts mitbekommen, die war frueher am morgen. Aber als ich die vielen Fernsehteams vor einer nahe gelegenen Polizeiwache gesehen hatte, musste ich mich einfach schlau machen, was da abging. Ich habe mich also mit einem der Jungs unterhalten und schwupps geh ich segeln. Ich muss langsam echt aufpassen, dass ich nicht meine komplette australien-Zeit in den Staedten verbringe. Aber bei so viel Abwechslung kann ich einfach nicht anders. ;-)

Gestern habe ich mich uebrigens auch noch mit Natalie getroffen, die ich noch von der Schule, bzw. Studium in Pforzheim her kenne. sie lebt und arbeitet seit April in Brisbane, hat aber ueber den Jahreswechsel frei und macht selbst ein wenig Urlaub hier in der Gegend. Wie auch immer: Kleine Welt!

Details verrate ich euch wieder bei Gelegenheit. Bis demnaechst!!

14. Dezember 2009

Urlaub ohne Panne? Denkste!

Wenn ihr glaubt, so eine Reise ist immer nur von perfektem Wetter gepraegt, voellig unkompliziert und pannenfrei, dann habt ihr euch gewaltig geschnitten. Aber was erzaehl ich euch: ihr kennt mich ja. Ohne die ein oder andere Schieflage waer's ganz sicher nicht mein Trip... :-) Es folgt eine Zusammenfassung:

Als mich Scott zu den Gerkens auf die Farm gebracht hat, haben wir uns fuer den Weg ueber die Scenic Route entschieden, die wie alle Kuestenstrassen ein paar schoene Aussichtspunkte bereit haelt. Als wir auf einem relativ abgelegenen Punkt angelangt waren, sprang unser Auto nicht mehr an. Aber wir konnten es anschieben und einen Huegel hinunter rollen, so dass wir in Null-Komma-nichts wieder mobil waren. Als Scott spaeter am Abend mit seiner Mom telefonierte, kam heraus, dass das ein bekanntes Problem des Wagens war - aber das im Moment unserer Abreise nicht von grosser Wichtigkeit zu sein schien und so hatte das niemand fuer erwaehnenswert gehalten...

Die erste groessere Krise habe ich auch noch in Neuseeland erlebt, als ich von Hokitika nach Nelson reisen wollte. Schon morgens gings los, als ich meinen MP3-Player an dem Laptop meiner Zimmernachbarin laden wollte und er danach nicht einen Mucks mehr von sich gegeben hatte. Kein An- und Ausschalten, kein Ruetteln, es ging gar nichts mehr. Ich wurde unruhig, weil ich so viele ungesicherte Videos drauf hatte und zusaetzlich eine laengere Busfahrt anstand, die ohne Musik einfach unendlich lang werden wuerde. Trotz allem musste ich los, um meinen Bus zu erwischen, aber der war zu spaet. Durch einen Zufall traf ich in der Naehe der Bushaltestelle ein paar meiner Mitbewohner, die mir helfen wollte, das Problem zu finden. Ich wollte gerade Richtung Hostel aufbrechen, als mir auffiel, dass ich den Bus um Haaresbreite verpasst hatte, denn ich er kam aus einer anderen Richtung als erwartet und ich habe ihn schlicht uebersehen (was in einem kleinen Kaff eigentlich kaum machbar ist - aber es ging!). Resultat: Busfahrerin war sauer und ich nur heilfroh, dass ich grade noch rechtzeitig kam.
Damit aber nicht genug, denn als wir einen halbstuendigen Stop bei den Pancake Rocks einlegten, habe ich meine ersten Kiwi-Voegel gesehen. Nachdem ich die dann auf Photos verewigt und einen Smalltalk mit einem amerikanischen Paerchen gehalten hatte - ja, da war mein Bus dann weg. Nachdem ich mich wieder eingekriegt hatte, habe ich in der nahe gelegenen Kaffee-Bar, einem Postkartenstand und schliesslich im Souvenir-Laden meine Geschichte erzaehlt, nur um dann per Telefon von der Busgesellschaft zu hoeren, dass man den Bus nicht erreichen kann, da es weder Funk- noch Telefonempfang bis zum naechsten Halt gibt, der eine Fahrtstunde entfernt liegt. Das war das erste und einzige Mal, dass ich ein Auto angehalten habe. Und gleich das erste Paerchen, das ich anhielt, war so nett mich nach Westport zu fahren (obwohl sie dort gar nicht hin wollten). Und ja, wir haben es tatsaechlich geschafft, den Bus zeitig zu erreichen. Oh Mann, ich habe im ersten Moment richtig geschwitzt. Klar war die Busfahrerin wieder sauer, aber in dem Moment war ich einfach nur bester Dinge, weil sich das Chaos des ersten Moments wieder relativ problemlos aufgeloest hat. (Immerhin haette man auch ohne mich weiter nach Nelson fahren koennen, mein Gepaeck am Strassenrand abstellen oder mir eine saftige Extragebuehr aufdruecken koennen). Und das war ungelogen die erste und einzige selbstverschuldete Panne - ganze drei Wochen nach meiner Ankunft!! ... Das waren uebrigens auch die einzigen beiden Male, die ich in den vergangenen Wochen zu spaet irgendwo hingekommen bin. Es war einfach nicht mein Tag. Uebrigens: Schon abends lief der MP3-Player aus irgendeinem Grund wieder und ich habe seit diesem Tag keine Kiwi-Voegel mehr gesehen. Ich habe im Endeffekt also alles richtig gemacht! :-D

Als wir am gestrigen Sonntag entlang der Great Ocean Road gefahren sind, hat mich mal wieder einer der weniger besuchten Aussichtspunkte interessiert und so sind Dan und ich auf einen Huegel gefahren, um die Aussicht dort zu geniessen. Nach einem kurzen Spaziergang waren wir zurueck am Auto und dort gab die Batterie der Fernbedienung den Geist auf. An sich nichts Schlimmes, denn die Tueren lassen sich auch manuell oeffnen. Allerdings gibt es eine Wegfahrsperre, die weniger leicht zu umgehen ist - zumindest fuer laienhafte Autoknacker wie uns. Auch nachdem wir die Fernbedienung zerlegt, die Notfallplan der Bedienungsanleitung auswendig gelernt und beinahe einen Kopfstand gemacht hatten, hatte sich nicht viel getan. Erst dann fiel uns die nahe gelegene Farm auf. Nach einer beherzten Jogging-Einlage traf ich dort auf Nadine, die zufaelligerweise eine passende Batterie fuer unsere Fernbedienung zur Hand hatte. Das war deutlich mehr, als wir erwartet hatten. Ihr koennt euch den Jubelschrei ausmalen, den ich raus gelassen hatte, als wir in der Lage waren, das Auto zu starten... *lach* Ende gut, alles gut!

Auf der Fahrt von Melbourne nach Sydney dann hatten wir einen unplanmaessigen 3h-Stop, weil die Oel-Anzeige des Busses permanent gegen die Tatsache zur Wehr setzte, dass sich ausreichend Oel in der Oelwanne im Bus befand. Und das mit einem ohrenbetaeubenden Piepton, sobald der Bus anfuhr. Aber auch hier fand sich ein neuer Bus. Und waehrend der Busfahrt bin ich von einem indischen Paerchen mit einer waermenden Decke und einem leckeren, indischen Gericht bedacht worden. So schlimm war's also nicht - im Gegenteil.

Ich schaetze, so viel Zufall, bzw. glueckliche Zusammentreffen muessen einen Preis haben - wann ich den schuldig sein werde weiss ich jetzt noch nicht, aber er wird sicher hoch ausfallen... *lach* Ich erzaehl's euch, sobald ich die Rechnung bekomme.

Bis demnaechst!!

Zwerg in der riesen Stadt

Ich bin gerade in Sydney angekommen und ich fuehle mich wie ein kleines Lego-Maennchen in einer zu gross geratenen Barbie-Stadt. Hier ist alles mit Weihnachtsflaggen bestueckt und laut und bunt. Prinzipiell ja das richtige fuer mich. Aber ich bin noch ein wenig zu erschlagen von der Busfahrt hierher. Die hat mich satte 17h gekostet (mit Unterbrechung, Buswechsel und Busausfall, bedingt durch eine Stoerung irgendwo in der Elektrik). Und das nach einem kompletten Tag Autofahrt entlang der Great Ocean Road. Letzterer hat sich wiederum gelohnt, denn nach anfaenglichem Nieselregen hat sich entlang der Kuestenstrasse am Sonntag Sonne eingestellt. WOW! Sollte ich das naechste Mal hierher kommen, dann bitte nur noch mit dem Motorrad und dann will ich die gesamte, wunderbar kurvige Strecke damit abfahren. Das war wirklich traumhaft. Die ersten Koalas habe ich uebrigens schon entdecken koennen! Die faulen Tierchen sind echte Pfundskerle. Ausser fuers Schlafen und Essen koennen sie sich fuer nicht viel begeistern. Joa mei...
Aber zurueck zur Geschichte: Dan und ich waren naemlich ein wenig im Stress, weil wir am Samstag erst am Nachmittag los gefahren sind, bedingt durch meinen Frisoertermin, die Verspaetung meiner Frisoerin, die noch nicht gepackt Tasche von Dan und einigen anderen Kleinigkeiten. Aber wie auch immer, wir haben es geschafft, ich habe wieder einige unglaubliche Bilder geschossen und nein, die gibt es immer noch nicht zu sehen... :-)

Ich versuche derzeit auszumachen, ob ich Weihnachsten am Strand von Byron Bay (Surfer-Paradies) oder in Brisbane verbringen soll. Das ist nicht ganz so einfach, weil ich Natalie nicht erreich, die ich noch aus der Schule, bzw. vom Studium in Pforzheim kenne, sie aber nicht erreiche. Ich wuerde Weihnachten dann doch gerne mit jmd verbringen, den ich ein bisschen besser kenne als 15 Minuten. ;-)

Bis demnaechst!!

11. Dezember 2009

Irgendeiner muss es ja tun

Es geht weiter. Das ist seit gestern beschlossene Sache. Naechster Halt ist Sydney, obwohl ich die Great Ocean Road nciht gesehen habe. Das ist insofern ziemlich schade, als dass ich keine Tagestour mit dem Bus dorthin machen wollte, weil ich einen entspannten 2-Tages-Stop vor Augen hatte. Leider arbeiten auch hier viele Backpacker (in etwa 'Rucksack-Touristen') oder haben die malerische Kuestenstrasse bereits gesehen. Das macht aber nicht, es ist nur ein weiterer Grund, wieder mal hierher zu kommen. ;-)

Ich war gerade gestern schon wieder Salsa tanzen, weil ich nun wirklich wieder angefixt bin. Ich war mit Dan und einem seiner Freunde in einer Salsa-Bar und es war beinahe noch besser als vorgestern. Und das Beste kommt jetzt: Dan's Freund Ray wohnt in Brisbane und ich werde wahrscheinlich dort mit ihm und ein paar anderen Leuten Silvester verbringen koennen! Den Plan, in Sydney ins neue Jahr zu starten habe ich bereits vor einer ganzen Weile aufgegeben, da die Preise fuer Hotels, Motels und Hostels ueberdimensional in die Hoehe geschnellt sind und oft auch ein Mindestaufenthalt (bis zu 10 Tage!!) gefordert wird. Das ist zT nicht nur unverschaemt, sondern auch mit meiner Zeit hier unten nicht vereinbar... Bleibt dran, wenn ihr wissen wollte, wie's weiter geht! :-)

Liebe Gruesse und Kuesse in die Heimat - bis demnaechst!!

Der Countdown läuft

"La vida es corta pero una sonrisa sólo precisa un segundo." [altes kubanisches Sprichwort] Warum verrate ich euch Binsenweishe...