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5. August 2014

NEU: Jetzt auch mit Bildern!

Ich war bisher nicht in Urlaubsstimmung, das hatte ich erwähnt. Um mich einzugrooven, habe ich alte Urlaubsfotos durchgeschaut und endlich (ENDLICH! ENDLICH!) einige davon hier auf dem Blog veröffentlicht. Jetzt könnt ihr eurer Fantasie nach der langen Zeit etwas Ruhe gönnen und euch stattdessen mit mir wegträumen.

Ich werde versuchen, auch in den kommenden Reisetagen Bilder zeitnah einzustellen. Das klappt sicher mal mehr mal weniger gut. Habt bitte ein wenig Geduld mit mir. ;)

auf jeden Fall weiterhin viel Spaß beim Mitverfolgen!
Eure Jasmin


29. Januar 2010

Das Leben an der Westkueste

Die letzte Station in Australien, das erste Mal an der Westkueste: Hallo Perth!
Ich bin seit letztem Samstag hier und habe auf dem Weg hierher einen wirklich unterhaltsamen Flug hinter mich gebracht. Willow erzaehlte mir von den Parties, die die Australier feiern, wenn es dank eines Zyklons/Taifuns mal wieder ein paar Tage ohne Strom zu verbringen gilt. Und Ian, der hauptberuflich Drachen fuers Kitesurfen vertreibt, hat mir Geschichten erzaehlt, die er beim Kitesurfen erlebt hat und ausserdem von seinen Skulpturen, die er nebenberuflich kreiiert. Wir hatten ein wenig Zeit zum Plaudern, denn wir haben an diesem Tag mehr als 3.400 km zurueck gelegt. Ist das nicht Wahnsinn? Schon die Strecke von Sydney nach Perth entspricht etwa der von Madrid nach Moskau, einen aehnlichen fuer meine Strecke habe ich leider nicht gefunden.
Nett anzusehen war auch der Uluru (der weltbekannte Ayers Rock) im Northern Territory, den ich fuer kurze Zeit bestaunen konnte als wir eine Zwischenlandung in der Naehe eingelegt haben. Vielleicht seh ich mir den beim naechsten Mal genauer an...

In jedem Fall gefreut habe ich mich auch, Timmy wieder zu sehen, den ich noch aus Deutschland kenne. Verrueckter Kerl sag ich nur: Das erste was ich in Perth gesehen habe, nachdem er mich vom Flughafen abgeholt hat, war seine alte Wohnung, wo ich ihm beim Umzug geholfen habe. Nach wenigen Minuten hatten wir die letzten Habseligkeiten eingesammelt, sauber gemacht und schwupps gings in die neue Bleibe. Er wohnt nun in einem grossen Haus, dass naher an seiner Uni liegt. Das Haus bewohnt er nicht alleine und seine Mitbewohner sind ganz sicher nicht alltaeglich. Er, bzw. 'wir' leben mit einer Familie zusammen, die aus insgesamt fuenf Mitgliedern besteht: Der italienische Papa Josef und die englische Mutti Jane samt ihren Kids Marcus und Danica. Die aelteste Tochter Laura wohnt mit ihrem Freund ein paar Strassen weiter. Es geht weiter mit Lauras fester Freundin Mel; Marcus' Kumpel Kyle; Rob, einem weiteren Freund der Familie. Muss ich dazu sagen, dass ich etwas ueberrascht war, als ich allen vorgestellt wurde?! ;) Aber tatsaechlich ist alles halb so chaotisch wie es im ersten Moment scheint. Alle sind nett und es ist wirklich IMMER jemand zum quatschen da.

In der vergangenen Woche habe ich selbst maessig viel unternommen. Timmy arbeitet waehrend der Semesterferien und ich muss mich it dem verrueckten Busnetz herumschlagen. Dennoch habe ich mich ein wenig in Perth umgesehen, war im Botanischen Garten (der wohl der groesste innerstaedtische und meiner Ansicht nach auch der bisher schoenste meiner bisherigen Tour ist), habe einen Abstecher in den Vorort Fremantle gemacht, welcher wiederum mit alten Gebaeuden voll gepackt ist und habe mit Timmy und ein paar neuen Freunden den Australia Day gefeiert. Anlass fuer letzteren ist die erstmalige Vereinigung der wenigen Bundesstaaten des Kontinents zu einem einzigen Land. Man koennte sagen, es ist der Tag der australischen Einheit. An diesem Feiertag wird tatsaechlich heftig gefeiert, natuerlich traditionell mit viel Grillgut, Bier und einem bunten Feuerwerk in den groesseren Staedten. Eine runde Sache... ;)

Bis demnaechst!

22. Januar 2010

Schattenseiten im sonnigen Paradies

In den letzten Monaten hat sich einiges veraendert, habe ich mich sicher auch veraendert. Nicht nur, dass ich kaum noch deutsch spreche, ich denke anders. Die Gelassenheit der Menschen um mich herum, das Wetter und noch vieles mehr faerben immer mehr auf mich ab. Hier unten zaehlt nicht, was du tust, sondern wie du dich gibst. Und was ich besonders wert schaetze ist die Offenheit derjenigen, denen ich begegne. Jeder scheint hier willkommen zu sein. Ich sage bewusst scheint, denn vollkommen wahr ist das nicht. Ich spreche lediglich aus meiner Erfahrung heraus und moechte meine Augen vor der Realitaet in diesem Land nur ungern verschliessen.

Gerade in der Beziehung zu Indien hat es in den vergangenen zwei Jahren, bzw. speziell im letzten Monat vermehrt Stoerungen gegeben. Gerade erst im Dezember wurde ein indischer Student in Melbourne getoetet, offensichtlich vor einem rassistischen Hintergrund. Einen kurzen, wenig informativen, aber aktuellen Bericht habe ich hier fuer euch vorbereitet, einen ausfuehrlicheren, aber aelteren gibt es hier.
Auch mit den Aboriginis wird mitunter nicht zimperlich umgegangen. Rassismus ihnen gegenueber ist kein Geheimnis, Krawalle und Schlaegereien nicht selten, Trunkenheit und Unwissen tun ihr uebriges. Auf beiden Seiten.
Das ist nicht ist meinen Augen nicht nur tragisch, sondern auch beschaemend fuer ein Land, dass die Laessigkeit in Reinkultur zu pflegen scheint.

Was nicht heissen soll, dass ich mich unsicher fuehle. Im Gegenteil, bisher lief alles rund und ich hatte im oben beschriebenen Kontext keinerlei Probleme. Und welches Land hat keine Sorgen? Darueber hinaus habe ich in Australien und Neuseeland ausschliesslich positive Begegnungen mit Indern erlebt, woher unter anderem mein Wunsch dieses Land zu bereisen herruehrt. Dieser Trip ist nach wie vor eine wundervolle Erfahrung, die ich nicht missen moechte. Und sie ist noch nicht abgeschlossen, wofuer ich sehr dankbar bin.

Bis demnaechst!

Viel zu viel Wasser, um Fische zu sehen

Ich bin heute noch in Cairns und dank tropischen Regens wurde meine Glasboot-Tour zum Great Barrier Reef abgesagt. Autsch. Da ich aber nur einen Tag hier oben habe, muss ich diesen Teil meiner Reise leider vorerst abhaken. Aber gut, nach einer Gluecksstraehne, die knapp 3 Monate anhielt, muss man sich hin- und wieder mal mit einer kleinen Enttaeuschung zufrieden geben. Ich kann immerhin von den Erinnerungen an das traumhafte Wetter in Airlie Beach zehren, wo ausnahmsweise ein paar Tage trockene Hitze bei knapp 32-34 Grad vorherrschten - und das exakt in dem Zeitfenster, in dem ich dort war. Auf dem Segeltrip zu den Whitsundays habe ich ueber Nacht an Deck geschlafen und einmal mehr die Milchstrasse beobachtet. Wir haben ausserdem ein Wettrennen mit einem anderen Segelboot veranstaltet und nach zwei Tagen zurueck an Land Abschied voneinander gefeiert.



Morgen schon fliege ich nach Perth, wo ich eine Woche lang bei Timmy bleibe. Das ist gleichzeitig meine letzte Station in Australien. Ich habe ihn 2007 in Deutschland kennen gelernt und da es das Internet gibt, konnten wir in der Vergangenheit in losem Kontakt bleiben. Ich freue mich schon darauf, ihn wieder zu sehen und eine Runde zu schnacken. Zumal ich ihn jetzt besser verstehen duerfte als damals. Der australische Slang ist wirklich nicht immer einfach zu verstehen, aber ich habe mittlerweile eine Menge dazu gelernt. ;)

Timmy zieht gerade um, was garantiert chaotisch wird. Aber nichtsdestotrotz holt er mich morgen vom Flughafen ab, was immer ein tolles Gefuehl fuer mich ist. Egal wo man ist, man fuehlt sich gleich gut aufgehoben. Ausserdem kann ich mit Timmy am 26. Januar den Australia Day feiern, der wohl den kompletten Kontintent Kopf stehen laesst. Ich weiss noch nicht genau, was gefeiert wird, aber seit Tagen sieht man im TV nichts anderes mehr. Diese Ozzis sind wirklich patriotisch veranlagt. Ozzies wird uebriegens gesprochen wie 'Ossis', nur weicher. Garantiert gibt es ueberall Barbies (die Abkuerzung fuer Barbeque, also Grillfeste) und gelb-gruen gekleidete Menschen. Das wird ein riesen Spass und ich freue mich schon drauf!

Weitere Details gibt es dann zu gegebener Zeit. Ich geh dann mal Waesche waschen... Bis demnaechst!

21. Januar 2010

Traumhaft

Mein letztes Couchsurfing-Abenteuer scheint schon wieder Ewigkeiten zurueck zu liegen. Seitdem ich Rockhampton mit zwei neuen Freunden hinter mir lassen musste, bin ich ein wenig traurig: Auch mit meinen Gastgebern Sean und Scott habe ich mich blendend verstanden. Um genau zu sein habe ich die meiste Zeit mit Scott's Mitbewohner Sean verbracht, denn Scott musste samstags geschaeftlich nach Melbourne fliegen. Mit Sean war ich dann an einigen Straenden, wo wirklich nur einige wenige Ortsansaessige geangelt haben; wir haben blaue Krabben gejagt, die in riesigen Gruppen am Strand entlang gezuckelt sind; hatten frische, riesige Garnelen am ersten und ein leckeres Steak am zweiten Abend und von meinem Bett aus konnte ich morgens einen Mangobaum mitsamt farbenpraechtigen Papageien sehen. Das war wieder ein sehr schoenes, entspanntes Wochenende und ich habe meine Zeit in Rockhampton, das hierzulande als eher langweilig verschrien ist, sehr genossen.

Die aktuelle Station lautet Airlie Beach, von wo aus ich einen Segeltrip zu den Whitsunday Islands unternommen habe. Das war traumhaft! Ich erwische die Gegend hier zwar mitten in der Regenzeit, hatte aber einmal mehr Glueck mit dem Wetter. Es war trocken, heiss (ca 34 Grad) und so haben wir postkartenreife Bilder und Videos von sagenhaft weissen Straenden aufgenommen, waren schnorcheln und baden in tuerkisblauem Wasser und haben Fische und schoene Korallen gesehen. Die Inseln gehoeren noch nicht zum Great Barrier Reef, aber stehen dem in kaum etwas nach (denke ich). Mehr Infos ueber die Inseln findet ihr hier.

Ein Glueck bin ich an den beiden Tagen auf dem Segelschiff kaum an Land gewesen, so dass meine Moskitostiche endlich ein wenig abheilen konnten. Die Viecher sind ein Plage und seitdem es hier in den letzten Wochen relativ viel geregnet hat, sind sie extrem aktiv. Und sie lieben mich. Drueckt mir die Daumen, dass ich die letzten Tage an der Ostkueste Australiens heil ueberstehe.

Bis demnaechst!!

17. Januar 2010

Umwerfend

Ich befinde mich nach wie vor in Rockhampton, das ich morgen verlassen werde. Weil ich hier einen wunderbaren Platz bei meinen neusten Couchsurfing-Gastgebern Scott und Sean gefunden habe, hier aber sonst nicht viel geboten ist, moechte ich euch kurz auf die schoensten Fleckchen meiner bisherigen Reise aufmerksam machen.


Angel Place, Sydney

Die besten Hostels:
The Red Kettle (Oumaru/Neuseeland (NZ))
Paradiso (Nelson/NZ)
Halse Lodge Guesthouse YHA (Noosa Heads/Australien (OZ))
Mango Tourist Hostel (Hervey Bay/OZ)

Die schoensten Plaetze und Ortschaften:
Die Fjordlandschaft Milford Sound (NZ)
Curio Bay (NZ)
Wanaka (NZ)
Nelson (NZ)
Whale Beach (Sydney/OZ)
Angel Place (Sydney/OZ)
South Bank Parklands (tagsueber wunderschoen und traumhaft bei Nacht) (Brisbane/OZ)
Rainbow Beach (OZ)
ueberall, wo unterhaltsame Leute um mich herum sind

Die denkwuerdigsten Momente:
Alles rund ums Schafe scheren (Pukarau/NZ)
Das Bewaeltigen des Copeland Tracks (Fox Glacier/NZ)
Die ersten Beruehrungspunkte mit der Oper (Melbourne/OZ)
Der Weg von Martins Wohnung zum Strand namens Little Manly. Dieser Weg ist u. a. gesaeumt von den schoensten Hibiskusblueten in den schillerndsten Farben (Sydney/OZ)
Die Vorfreude auf Neujahr (Sydney/OZ)
Koalas knuddeln (Brisbane/OZ)
Das erste Mal selbst aufs Surfboard springen und Wellen reiten (Rainbow Beach/OZ)
Nachts die Milchstrasse beobachten und Plankton zum Leuchten bringen (Fraser Island, OZ)
Die Landschaft auf dem Weg von Hervey Bay nach Rockhampton. Genossen waehrend der Busfahrt nach Rocky (OZ)
Aufwachen mit Blick auf einen riesigen Mangobaum im Garten. Prachtvolle, kunterbunte Papageien inklusive (Rockhampton/OZ)
Die Vorfreude auf Indien, seit Tagen ungebrochen (OZ)
Neue Freunde und alte Bekannte treffen, Menschen zusammen bringen (ueberall)
Tiere in ihrer natuerlichen Umgebung beobachten (ueberall)

Die Liste waechst nach wie vor. Mehr dann bei Gelegenheit. Bis demnaechst!!

16. Januar 2010

Tandoori Chicken

Nun ja, wie soll ich sagen? Ich habe gestern meinen Urlaub verlaengert... Ich komme noch nicht am 8.2., sondern erst am 22.2. nach hause - puenktlich zum Geburtstag meiner Mom.

Zusammen mit Martin aus Sydney werde ich zwei Wochen in Indien verbringen. Wieder so ein Zufallsding: er hat den kompletten Februar frei, ich habe waehrend meiner bishrigen Reise einige wundervolle Erfahrungen mit Indern gemacht, wir beide lieben indisches Essen und irgendwie entstand die Idee nach Asien zu gehen... In Wirklichkeit war es viel komplizierter und wir haben lange ueberlegt, ob und wohin wir gehen sollen. Indien ist unter anderem aus den oben aufgefuehren Gruenden das Resultat.

Ich habe daher in den letzten Tagen viel Zeit mit den Formularen verbracht, die mir ein Visa fuer Indien einbringen werden. Und ich kann euch sagen, dass das beinahe in Stress ausgeartet ist... Beinahe. ;) Jetzt bin ich nur noch aufgeregt und freue mich auf etwas Abwechslung, denn nach einer Weile am Strand wird das verrueckt liebenswerte Land namens Australien langsam eintoenig.

Kein Wunder also, dass ich mich derzeit ein wenig abseits der Kueste bewege und in Rockhampton gelandet bin. Das 'Beef Capitol' (in etwa 'Rindfleisch-Zentrum') lockt natuerlich mit leckeren Steaks, aber unter anderem auch mit einer Krokodilfarm und Hoehlen in der naeheren Umgebung. Das gil es zu entdecken. Klaro halte ich euch dahingehend auf dem Laufenden... ;)

Bis demnaechst!

14. Januar 2010

Wieder ein Stueck Herz verloren

Rainbow Beach ist ein kleines Nest, wirklich. Aber das Hostel, meine neuen Freunde, die Sonne, der Strand und viele andere kleine Dinge machen diese Doerfchen zu dem wohl wundervollsten Platz, den ich bisher besucht habe. Daumen hoch fuer Rainbow, das ich heute verlassen muss. Goodbye my love!!

Dieses Lied passt nicht perfekt, aber es kommt hin.
James Blunt: Goodbye my lover

12. Januar 2010

Reif fuer die Insel

Hallo zusammen,

wie oft habt ihr euch schon die Frage gestellt, was ihr auf eine einsame Insel mitnehmen wollt? Ich bin gerade eben erst von einer mehr oder weniger bewohnten Insel zurueck gekommen, auf der ich die letzten 3 Tage verbracht habe. Was alles im Rucksack verblieben ist? Schwimmsachen fuer die schoenen Suesswasser Seen im Inland; viel Sonnencreme wegen der permanent warmen Temperaturen von knapp 31 Grad; weniger Klamotten zum wechseln, da man ja eh meist in Badesachen huellt und einen Haufen lustiger Zeitgenossen, mit denen man sich die Langeweile zum Beispiel beim 'irischen Baseball' vertreibt.

Zugegeben, einsam waren wir auf Fraser Island nicht, denn auch unter Touristen ist dieses Fleckchen Erde recht bekannt und beliebt. Nichts destotrotz sind wir in den letzten Tagen mit einem grossen Jeep ueber die Sandstrassen geduest, die direkt am Meer entlag verlaufen. Ich habe dabei auch meine ersten Erfahrungen im Linksfahren erhalten, denn auch auf einer Sandstrasse gelten die ueblichen Verkehrsregeln und Geschwindigkeitsbegrenzungen. Und Spass gemacht hat's obendrein. ;)
Was ihr sonst noch ueber Fraser wissen solltet: Die groesste Sandinsel derWelt gehoert zum Weltnaturerbe und die Aboriginis nennen die Insel K'Gari, was man mit Paradies uebersetzen kann. Wegen der vielen Touris, die mit ihren Allradern am Strand entlang heizen, ist das nicht mehr unbedingt zutreffend, aber ich will jetzt nicht mit meckern anfangen...

Ausserdem war ich vor dieser 3-taegigen Camping-Tour spontan surfen! Eigentlich wollte ich ja im Ozean Kajak fahren, aber wegen der Windverhaeltnisse wurden wir frueh morgens spontan auf surfen umgepolt. Ein riesen Plus fuer den kleinen Ort Rainbow Beach, denn die Wellen waren perfekt. Der Surfkurs hat unheimlich viel Lust auf mehr gemacht und verbessert habe ich mch obendrein! Mal schauen, was aus meiner Surferkarriere wird. Ich lasse es euch wissen!

Bis demnaechst!

8. Januar 2010

Die lieben Ozzis

Ich hatte euch schon einmal dezent darauf hingewiesen, dass die Australier ein ziemlich entspanntes Zusammenleben pflegen. Meiner Meinung nach resultiert das nicht nur an der (zumeist) fantastischen Wetterlage, sondern auch an dem Umgang miteinander.

Was mir deutlich aufgefallen ist, sind die kinder-, bzw. familienfreundlichen sowie oftmals behindertengerechten Einrichtungen: In oeffentlichen Verkehrsmitteln gibt es vereinfachte Zustiegsmoeglichkeiten und mehr Sitzgelegenheiten, aber auch eine deutlich groessere Anzahl an diversen, speziellen Parkplaetzen in der Naehe von Einkaufszentren zum Beispiel. So hat es mich nicht wirklich verwundert, dass ich am Stadtstrand von Brisbane neulich einen Rollstuhl im Sand entdeckt habe.

Aber auch Hilfestellung im Alltag wird gross geschrieben. So war ich letzte Woche Zeuge, wie gleich vier Menschen auf der Strasse einer Dame beim Zusteigen in ein Taxi behilflich waren, als ihr eine Packung mit Metallstaeben entglitt. Und eine derartige Hilfe boten sowohl Jugendliche als auch Berufstaetige im Kostuem an. Ich kann mich nur sehr vage daran erinnern, wann ich einen derartig grossen Andrang das letzte Mal in Deutschland erlebt habe.
Auch am Flughafen macht sich das bemerkbar: Vor dem Zusteigen wird man schon einmal gebeten, den aelteren Herrschaften, Familien oder bewegungseingeschraenkten Menschen Vorrang zu geben. Was ohne Weiteres funktioniert. Dinge wie diese sind nicht nur bemerkenswert, sondern haben eigentlich einen Orden verdient.

Was ich von meinen Couchsurfing-Gastgebern sagen kann ist, dass alle (auch die in Neuseeland) stets hoeflich, zuvorkommend und immer sehr gastfreundlich agiert haben. Ein weiterer Grund, warum ich demnaechst wieder eine Couch aufsuchen werde. ;)

Bis demnaechst!

Knuddel mich

Nach meinem zweiten Abstecher in Brisbane und einem weiteren nach Noosa Heads bin ich einmal mehr an einem Strand gelandet. Ich befinde mich aktuell an einem Ort mit dem traumhaften Namen Rainbow Beach, das im Gegensatz zu Noosa mit Sonne vom Feinsten glaenzt.

Zu meinem Leidwesen musste ich in Noosa wieder einige ziemlich interessante Reisende zurueck lassen, die mir schon nach einem Tag ans Herz gewachsen sind. Aber ich musste unbedingt weiter auf meinem Weg nach Norden, um meinen Flieger in Cairns am 23. Januar zu erwischen. Das klingt nach zwei entspannten Wochen, aber es gibt noch so vieles zu entdecken! Mehr dazu zu gegebenem Zeitpunkt.

Aber lasst mich noch ein letztes Mal zurueck nach Brisbane springen, wo ich mich noch einmal mit meiner Schul-/Studifreundin Natalie getroffen habe und die mir die mit Abstand beste Eisdiele in komplett Australien gezeigt hat: Cold Rocks hat nicht nur eine Auswahl leckerer Sorten, man kann diese noch mit allerhand Extras mischen. Ob man M&M's oder Fruchtpueree mag, extra Sauce oder Kekse - alles kein Problem. Ich kann euch sagen, das macht was her!

Ausserdem war ich am letzten Abend in Brisbane einmal mehr den Stadtteil Southbanks besuchen, der abends trotz weniger Besuchern immer noch mit dem fantastischen Stadtstrand aufwartet. Dafuer gibt es von mir nicht nur ein Plus, sondern einen extra Wohlfuehl-Faktor! Ich kann euch nicht recht sagen warum, aber ich finde Brisbane herrlich, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so viel zu bieten hat wie Sydney oder Melbourne.

Ein weiterer Hoehepunkt war mein Besuch im 'Koala Land' (dem Lone Pine Sanctuary), wo ich tatsaechlich einen der Knuddelbaeren auf dem Arm hatte. Ich hab mir danach gleich drei geschnappt und in meinem Rucksack versteckt. Mal schauen, ob ich sie heil nach Deutschland bringen kann. Ich konnte mich einfach nicht von diesem Anblick loesen. Diese possierlichen Tierchen (mit immerhin 6-10 kg Gewicht) sind DER HAMMER!



Was soll ich dazu noch sagen? Am Besten 'Bis demnaechst!' ;)

4. Januar 2010

Willkommen in 2010

Ich weiss, ich wiederhole mich staendig, aber: Die Zeit rennt! Lasst mich nur ein paar Worte zu Silvester verlieren: Es war toll! Nachdem ich in weiser Voraussicht ein schickes Abendkleid in Brisbane gekauft hatte, gab mir Martin die Gelegenheit, es auch zu tragen: Wir waren zunaechst in der Altstadt 'The Rocks' essen. Der Stadtteil ist der aelteste, von Europaeern besiedelte Ort Australiens - und aufgrund der herrlich alten Gebaeude auch optisch ein Augenschmaus.
Nach dem Essen haben wir uns dann in die riesige Menschenmenge gestuerzt und uns das Feuerwerk um 21 Uhr angeschaut - richtig, es gibt an diesem Abend zweimal was zu kucken. Das erste Feuerwerk ist eher eines fuer Familien, die danach dem Trubel der Massen entfliehen koennnen. Generell muss ich sagen, dass die Ozzis (=Australier) sehr bedacht sind Familien, aeltere oder behinderte Menschen in den Alltag einzubinden. Mehr dazu in einem extra Post, den ich bei Gelegenheit erstellen werde.

Danach gings in jedem Fall auf eine der hippen Partys im Hafen, wo wir viel zu lange auf unsere Getraenke warten mussten und leider 'nur' Ausblick auf das Opera House hatten. Ich hatte Martins SMS vor einigen Tagen ein wenig falsch interpretiert und der Blick auf die Harbour Bridge war mir nicht vergoennt. Aber ich will ja nicht meckern. Schee war's trotzdem. ;)





Darueber hinaus habe ich mich in den letzten Tagen mehrfach mit ein paar Freunden aus Byron Bay getroffen und bei ein paar Bier kamen die bisher wohl schraegsten Gespraeche zustande.

Zusammen mit Martin bin ich ausserdem in die Hauptstadt Canberra (sprich: Kaenbra)gefahren, wo ich zum ersten Mal die Werke einiger grosser Meister bestaunt habe. Details zur aktuellen Ausstellung findet ihr hier. Unter den bekannten Werken haben mir van Goghs 'La nuit etoilee' und 'Van Gogh’s Bedroom at Arles 1889' am meisten gefallen. Das klingt vielleicht ein wenig seltsam, aber so ein Gemaelde aus naechster Naehe zu sehen ist einfach was anderes - es war wirklich beeindruckend.
Ein weiterer Ausflug am gestrigen Sonntag hat uns in den Nationalpark von Sydney gefuehrt. In einem privaten Zoo habe ich meine ersten echten, lebendigen Kaenguruhs gesehen habe. Viel mehr noch: Es war eine Art Streichelzoo und man konnte die kleinen Freunde anfassen und beim herum huepfen bestaunen. Ich bin hin und weg.

Aber genug geschwaermt, ich muss mich mal wieder um meinen Reiseverlauf kuemmern. Heute morgen hiess es naemlich: Zurueck nach Brisbane - aber ich weiss immer noch nicht genau, wo ich morgen sein werde. ;)

Bis demnaechst!

29. Dezember 2009

Da wird das Huhn...

Vergesst alles, was ich euch bisher als Hoehepunkt der Reise verkauft habe - heute hat mir mein Ex-Couchsurfing-Gastgeber Martin eine SMS geschrieben, in der er mir mitgeteilt hat, dass wir Silvester direkt an der Oper verbringen werden, mit perfekter Sicht auf die Harbour Bridge. HALLO?! Ich bin erst einmal rundum ausgerastet und in meinem Zimmer herumgesprungen - ein Glueck hat das niemand gesehen. Ich bin immer noch ausser mir und freue mich riesig darauf, morgen nach Sydney zurueck zu kehren. Ich meine, vor vier Tagen wusste ich noch nicht einmal, wo ich den Jahreswechsel ueberhaupt feiern werde und jetzt das! Aber als haette ich das gewusst, habe ich bereits am Sonntag ein unglaublich schickes Kleid gekauft (samt Schuhen und sonstigem Schnick Schnack). Sagen wir einfach, es war weibliche Intuition...



Beinahe habe ich darueber vergessen euch zu erzaehlen, dass ich am 2. Weihnachtsfeiertag auf dem Surfboard stand (zumindest in der Hocke war, was bei dem vorherrschenden Wellengang wirklich als Erfolg zu verbuchen ist), mir am selben Tag auch den bisher heftigsten Sonnenbrand zugezogen habe und dass ich mich in Brisbane hauptsaechlich durch Sushi und Chai Latte am Leben erhalte, weil ich hier die besten Lokale dafuer entdeckt habe. Ausserdem freue ich mich drauf, endlich aus dem Schlecht-Wetter-Loch heraus zu kommen, denn seit Anfang Dezember gilt in der noerdlichen Region 'Regenzeit'. Und ihr werdet es nicht glauben, aber man fuehlt sich hier dank Moskitos wie in den Tropen. Juchu! Nein, nicht wirklich.
Aber um dem Regen ein Schnippchen zu schlagen, kann man sich in den naechsten Klamottenladen fluechten. Das hat ganz gut geklappt bisher, siehe Sonntag (ja, auch an Sonn- und Feiertagen kann man hier shoppen gehen - zum Missfallen meines Kontos).

Falls ich bis zum Jahreswechsel nicht mehr zum Schreiben komme, wuensche ich euch ein tolles neues Jahr voller bunter Ueberraschungen. Geniesst es in vollen Zuegen, bleibt gesund und werft eure guten Vorsaetze ueber Bord. Letzteres wird eh nichts. ;)

Bis demnaechst!

27. Dezember 2009

Heisse Weihnacht

Ihr Lieben, was soll ich euch sagen, in den letzten Tagen habe ich viel zu oft viel wenig geschlafen. Am 24.12. habe ich mich auf zu einem nahe gelegenen Leuchtturm gemacht, um den Sonnenaufgang zu sehen. Um 4.30 Uhr hiess es daher 'Aufstehen!!' Waere es nicht bewoelkt gewesen, haette ich mich vielleicht ein wenig mehr dafuer begeistern koennen... ;-) Am Abend nahm ich dann an einer grossen Weihnachtsfeier teil, die in meinem Hostel stattfand. Essen und trinken, Musik hoeren und quatschen, Opossums und Geckos beobachten - es war eine gute Mischung, um nicht zu sehr an das 'normale' Weihnachten zu hause denken zu muessen. Zusammen mit einem kunterbunten Haufen netter Europaeer habe ich dann auch den naechsten Tag verbracht: da waeren der Klemptner Pal aus Norwegen, der alles aufgegeben hat, um zu reisen; die Marketing-Expertin Claire aus England, die Frau mit den blonden Locken, die durchweg gut gelaunt ist, quatscht und lacht; die Surfer-Prinzessin Riitta aus Finnland, die in einer schwedisch-sprachigen Schule unterrichtet; Dan aus Amerika, der mit seiner Verlobten Fiona in London lebt und nun mit ihr und einer ehemaligen Mitbewohnerin durch Australien reist; Freek aus Holland, der staendig E-Mails von seiner Katze Zorro bekommt; der etwas ruhigere Neill aus Schottland, der mich an Carlton Banks aus 'Der Prinz von Bel Air' erinnert ... Und noch ein paar mehr. Ihr koennt euch sicher vorstellen, dass wir immer genug Gespraechsstoff hatten. An diesem Abend bin ich trotzdem frueh ins Bett, um mitten in der Nacht aufzustehen und ein paar Telefonanrufe in die Heimat zu entrichten. Was tut man nicht alles?



Weihnachten ist damit vorbei und mein Trip hat mich gestern nach Brisbane gefuehrt. Da die Geschaefte am 26.12. trotz des Feiertags geoeffnet hatten, die Sonne (meistens) schien und sich irre viele Leute auf den Strassen getummelt, Strassenmusiker gespielt haben hatte ich mich ein wenig nach Melbourne zurueck versetzt gefuehlt. Ein gutes Gefuehl, zugegeben. Melbourne war fuer mich bisher die aufregendste Stadt, was das Unterhaltungsangebot angeht. Brisbane ist offensichtlich weniger aufregend. Ich werde mich in den naechsten Tagen mit Kaffee trinken, zurueck lehnen, gegen die schwuele Hitze ankaempfen und Buecher lesen beschaeftigen. Auf letzteres freu ich mich schon, denn allzu viel Zeit zum Lesen hatte ich bisher nicht.

Derzeit amuesiere ich mich koestlich ueber Brian Thacker und sein Buch Couch Surfing (...). Er selbst ist Australier und hat sich aufgemacht um verschiedenste Couches zu entdecken, die verstreut auf dem kompletten Globus liegen. Wenn ihr wissen wollt, was es mit seinem zeitweise 'postnuklearen Gesicht' auf sich hat, welch abstruse Gruppen man auf www.couchsurfing.org finden kann (kennt ihr Anhaenger der 'Kirche des fliegendes Spaghettimonsters'??) oder warum sich Brian fuer die Couch von Bob entschieden hat, obwohl er 'gerne aus moeglichst grossen Hoehen pinkelt' - ihr erfahrt es in diesem Buch.
Ganz nebenbei lernt man aber auch einige Charakteristika fremder Laender kennen. Ernsthaft. So heizen die Islaender bspw. ihre Gehwege und die Stadt Chicago verdankt ihren Namen der indianischen Bezeichnung fuer 'Stinktier'. Interessant, oder nicht?! ;-)

Bis demnaechst!!

24. Dezember 2009

Oh Tannenbaum

Ja, es ist soweit. Weihnachten samt Feiertagen standen dieser Tage vor der Tuer. Hier in Australien war es zunaechst bewoelkt, was aber nicht heisst, dass es nicht warm ist. Ausserdem habe ich mich ueber das beste Geschenk ueberhaupt gefreut: die Rueckgabe meine Kreditkarte, die vor 2 Tagen von einem Geldautomaten geschluckt worden ist. Ich bin sooo gluecklich!! *lach*

Knapp dahinter rangieren die guten Wuensche und ein paar Geschenke, die ich bekommen habe. Besonderes Kussi geht raus an Sarah - ich hab's gemaess der australischen Sitte erst am Morgen des 25.12 aufgemacht. Ich hab mich tierisch drueber gefreut! ;-)

Hochoffiziell gibt es die Geschenke in Australien naemlich am Morgen des 25. Dezember. Aber es ist nicht untypisch, dass einige Familien wie wir auch am 24.12. feiern - das liegt daran, dass es so viele Einwanderer gibt.
Was ausserdem besonders ist? Der 'Boxing Day' am 26. Dezember. Ich dachte zuerst, dass das der Boxing Day deshalb so heisst, weil es handfeste Streitereien um die besten Geschenke gibt. Aber das ist natuerlich weit gefehlt. Vielmehr packen viele Familien die Reste des Weinachtsessens in Kartons (Box) und schenken es Beduerftigen. Einige Familien verschenken sogar Kleidung oder aehnliches. Eine schoene Geste, wie ich finde. Ausserdem besucht man natuerlich seine Verwandtschaft waehrend der Feiertage. Wie ich gestern feststellen konnte, sind viele Geschaefte geoffnet, trotz des Feiertags.

Tannenbäume sind selten und teuer, deshalb stellt hier fast jeder einen Plastiktannenbaum auf. Auch vor Statuen und Bussen wird nicht halt gemacht, beinahe ueberall wird buntes Lametta aufgehangen. Kitsch pur!

Der Hitze wegen verlegen die Familien das Feiern gerne nach Draußen. Man trifft sich auf Wiesen, im Wald oder am Strand, wo man dann bis in die Nacht beieinander sitzt, Weihnachtslieder singt und Lagerfeuer entzündet. Dabei ist der Weihnachtsmann immer mit von der Partie. Ich habe auch schon ein paar dieser Spezies gesehen - mal mehr, mal weniger konventionell...

Ich hoffe, ihr hattet ein wunderbares und besinnliches Fest. Und denkt immer daran: No worries! (Keine Sorgen!) :-D Ich habe ganz fest an euch gedacht und freue mich darauf, euch noch mehr Geschichten ueber meinen Trip zu erzaehlen.

Bis demnaechst!

20. Dezember 2009

Unfassbar, unbeschreiblich, unbezahlbar

Sydney zu verlassen scheint eine groessere Herausforderung zu werden, als ich dachte. Ich wollte gestern gehen, aber ich habe meinen Bus nach Byron Bay nicht rechtzeitig gebucht und nun ist es Montag, Tag 8 in ein- und derselben Stadt. Hier zu bleiben ist allerdings nicht wirklich schlimm, immerhin ist in der vergangenen Woche viel passiert: Neben dem ersten Surftraining am Strand ist mein erstes, offizielles Couchsurfing-Experiment geglueckt, ich war am Wochenende auf Photo-Safari; in den Blue Mountains, die eine gute Stunde von der Stadt entfernt liegen; mit dem Kajak ein paar Buchten erkunden; habe auf dem Boogie Board gegen Wellen gekaempft; mich in den unzaehligen Museen unter anderem mit Astronomie, den 80er Jahren und zeitgenoessischer Kunst beschaeftigt; war im Rotlichtviertel der Stadt tanzen (Kings Cross ist Rotlicht- und Ausgehviertel zugleich) und mich gezwungen, alle moeglichen Biersorten zu probieren (war gar nicht so schwer).

Hier ein paar Impressionen aus der Photo-Safari in den Blue Mountains:



Nebenbei bin ich mit einem Millionaer um die Haeuser gezogen (er faehrt nen Honda und wohnt in einer WG), habe mir von Kameramann Martin ueber seine letzte Begegnung mit dem Dalai Lama erzaehlen lassen (es war bereits das dritte Mal, also nicht mehr ganz so besonders fuer ihn) und bin meinem ersten Kaenguruh begegnet (es ist frisch vom Grill gehuepft und war 'medium raw'). Wo wir gerade beim Essen sind - es gab Sushi, indische und thailaendische Kueche und Fruehstuecken war ich auch das ein oder andere Mal (meist gegen Mittag). Den wohl groessten Schreck meines Lebens habe ich erlebt, als ich beim Online-Banking ein geraeumtes Konto vorfand (kein Scherz! Hat sich aber alles aufgeklaert, ich bin doch nicht mittellos - Gott sei Dank!).

Ich bin durchweg begeistert von der Freundlichkeit der Ortsansaessigen und deren Art zu leben und hatte Spass mit einer alten Freundin aus Deutschland. Was ich hier lasse ist Musik aus Deutschland (jaaa, so manch einer steht auf MIA und Clueso) und ein Stueck Herz. Was Glueck ist? Keine Ahnung, es fuehlt sich jeden Tag anders an - genau wie das Leben in dieser Stadt.

Bis demnaechst!

18. Dezember 2009

Buschbraende - Entwarnung

An alle, die sich Sorgen aufgrund der Buschbraende machen: ich befinde mich im Bundesstaat New South Wales, die verheerenden Feuer wueten in Victoria, nahe Melbourne. Zwischen mir und den Feuern liegen ueber 12h Autofahrt - das sollte erst einmal reichen, um unversehrt zu bleiben. Ausserdem regnet es heute (bei immerhin 23 Grad) und es bleibt wohl bewoelkt uebers Wochenende. Bitte macht euch keine Gedanken, ja? ... ;-)

Kussi gen Heimat

17. Dezember 2009

Sonne, Strand und (couch)surfing

Es ist vollbracht, ich habe mein erstes offizielles Couchsurfing-Erlebnis hinter mir. Genauer gesagt zwei. Am Dienstag habe ich mein Profil auf couchsurfing.org erstellt und gleich relativ viele Antworten bekommen. Nachdem ich mich schon am Dienstag das erste Mal mit meinem aktuellen Gastgeber Aaron getroffen habe, sind wir die letzten beiden Tage am Strand rum gegammelt, haben uns dort mit Natalie getroffen, die ich noch aus Pforzheim kenne und eine entspannte Zeit gehabt.

Wie kann solche Menschen uebers Internet finden, fragt ihr euch?! Auf der Internetseite von couchsurfing.org erstellt man wie gesagt ein Profil und beantwortet einen Haufen Fragen (bspw. Interessen oder den Grund fuer das Interesse am Couchsurfen). Gegen eine geringe Gebuehr kann man sein Profil verifizieren lassen, das bedeutet, dass die Betreiber der Seite die angegebenen Profildaten ueberpruefen und einen danach als tatsaechlich existierende Person ausweisen. Das geschieht vor dem Hintergrund, die Sicherheit aller Teilnehmer so weit wie moeglich zu gewaehrleisten.

Wenn man also durch die Profile klickt, bleibt man unweigerlich beim ein oder anderen haengen. Aaron fiel auf, weil er unter dem Punkt Philosophie 'Keeping the beer cold' (in etwa: Er bemueht sich darum, das Bier kuehl zu halten) angegeben hatte. Bei den anderen Gastegebern waren es andere Gruende, er war lediglich der schnellste, der mir geantwortet hatte.

Und nachdem wir am Dienstag abend feiern waren, gings dann Mittwoch an den Whale Beach, der weniger von Touris besiedelt ist. Dort war ich weniger surfen, als vielmehr am Strand ueben, wie man mit dem Board umgeht. Allein aus einer liegenden Position auf die Beine zu kommen, ist gar nicht so einfach - auch waehrend einer Trockenuebung. Nach einer Weile haben wir uns dann Boogie Boards geschnappt und haben uns den Wellen baeuchlings gestellt. Das hat unheimlich viel Spass gemacht. Wie ihr auf dem Bild hier erkennen koennt, kann man sich einfach auf das Brett legen und sich mit einer geeigneten Welle zurueck zum Strand tragen lassen. Klingt ein wenig traege, aber bis man eine geeignete Stelle zum Abpassen der Welle gefunden hat und eine genuegend grosse Welle mitnehmen kann, muss man sich durch einige (!) andere Wellen kaempfen, was alleine schon maechtig Spass macht. Hat man eine vermeintlich gute Welle vor der Nase, heisst es schnell rumdrehen und paddeln was geht! Wooooohoo! ;-)




Was ich sonst noch gemacht habe? Surfer beobachtet (damit kann man sich eine Weile beschaeftigen), mich mit Natalie getroffen, abends am Darling Harbour Essen gewesen, meinen ersten Sonnenbrand eingefangen (ja, leider!) und einen anderen Couchsurf-Gastgeber auf einen Drink getroffen. Letzterer war eher, naja, lasst mich sagen 'alternativ'.

Ob mein Segelturn heute abend stattfindet, weiss ich noch nicht. Es regnet heute und mein naechster Couchsurf-Gastgeber hat mir dahingehend noch nicht Bescheid gegeben. Drueckt mir die Daumen, dass ich heute abend in den Sonneruntergang segeln kann! :-D

Bis demnaechst!

16. Dezember 2009

Verplant

Ich kann euch nicht sagen, wann ich das naechste Mal ins Netz komme, denn mein Terminkalender ist voll bis zum Wochenende. Daher hier eine kurze Vorschau fuer die naechsten Tage:

Ich werde heute zum ersten Mal richtig couchsurfen. Bisher hatte ich ja nur bei Leuten uebernachtet, die ich vorher kennen gelernt hatte. Nachdem ich vorgestern ein Profil bei www.couchsurfing.org eingerichtet habe und nach einer Uebernachtungsmoeglichkeit in Sydney gefragt hatte, haben satte drei von vier Gastgebern geantwortet. Kein schlechter Start. Gestern habe ich mich dann mit Aaron getroffen, in dessen WG ich heute abend uebernachten werde. Er holt mich in ein paar Minuten ab und dann geht's ab zu meiner ersten Surfstunde - Nein! Nicht couchsurfing, richtiges surfen.

Morgen treffe ich mich mit Treeny (Kuerzel fuer Christina). Ich habe sie zufaellig in Melbourne kennengelernt und wir werden zusammen an die weniger von Touris belagerten Straende in Sydney fahren. (Ich sag nur Palm Beach!). Bei 32 Grad am morgigen Donnerstag kann ich mir nichts Besseres vorstellen!

Am Freitag gehe ich segeln mit einem Kameramann, den ich gestern wegen der Demo der Greenpeace-Aktivisten am Opera House kennen gelernt habe. Von der Demo selbst hatte ich nichts mitbekommen, die war frueher am morgen. Aber als ich die vielen Fernsehteams vor einer nahe gelegenen Polizeiwache gesehen hatte, musste ich mich einfach schlau machen, was da abging. Ich habe mich also mit einem der Jungs unterhalten und schwupps geh ich segeln. Ich muss langsam echt aufpassen, dass ich nicht meine komplette australien-Zeit in den Staedten verbringe. Aber bei so viel Abwechslung kann ich einfach nicht anders. ;-)

Gestern habe ich mich uebrigens auch noch mit Natalie getroffen, die ich noch von der Schule, bzw. Studium in Pforzheim her kenne. sie lebt und arbeitet seit April in Brisbane, hat aber ueber den Jahreswechsel frei und macht selbst ein wenig Urlaub hier in der Gegend. Wie auch immer: Kleine Welt!

Details verrate ich euch wieder bei Gelegenheit. Bis demnaechst!!

14. Dezember 2009

Urlaub ohne Panne? Denkste!

Wenn ihr glaubt, so eine Reise ist immer nur von perfektem Wetter gepraegt, voellig unkompliziert und pannenfrei, dann habt ihr euch gewaltig geschnitten. Aber was erzaehl ich euch: ihr kennt mich ja. Ohne die ein oder andere Schieflage waer's ganz sicher nicht mein Trip... :-) Es folgt eine Zusammenfassung:

Als mich Scott zu den Gerkens auf die Farm gebracht hat, haben wir uns fuer den Weg ueber die Scenic Route entschieden, die wie alle Kuestenstrassen ein paar schoene Aussichtspunkte bereit haelt. Als wir auf einem relativ abgelegenen Punkt angelangt waren, sprang unser Auto nicht mehr an. Aber wir konnten es anschieben und einen Huegel hinunter rollen, so dass wir in Null-Komma-nichts wieder mobil waren. Als Scott spaeter am Abend mit seiner Mom telefonierte, kam heraus, dass das ein bekanntes Problem des Wagens war - aber das im Moment unserer Abreise nicht von grosser Wichtigkeit zu sein schien und so hatte das niemand fuer erwaehnenswert gehalten...

Die erste groessere Krise habe ich auch noch in Neuseeland erlebt, als ich von Hokitika nach Nelson reisen wollte. Schon morgens gings los, als ich meinen MP3-Player an dem Laptop meiner Zimmernachbarin laden wollte und er danach nicht einen Mucks mehr von sich gegeben hatte. Kein An- und Ausschalten, kein Ruetteln, es ging gar nichts mehr. Ich wurde unruhig, weil ich so viele ungesicherte Videos drauf hatte und zusaetzlich eine laengere Busfahrt anstand, die ohne Musik einfach unendlich lang werden wuerde. Trotz allem musste ich los, um meinen Bus zu erwischen, aber der war zu spaet. Durch einen Zufall traf ich in der Naehe der Bushaltestelle ein paar meiner Mitbewohner, die mir helfen wollte, das Problem zu finden. Ich wollte gerade Richtung Hostel aufbrechen, als mir auffiel, dass ich den Bus um Haaresbreite verpasst hatte, denn ich er kam aus einer anderen Richtung als erwartet und ich habe ihn schlicht uebersehen (was in einem kleinen Kaff eigentlich kaum machbar ist - aber es ging!). Resultat: Busfahrerin war sauer und ich nur heilfroh, dass ich grade noch rechtzeitig kam.
Damit aber nicht genug, denn als wir einen halbstuendigen Stop bei den Pancake Rocks einlegten, habe ich meine ersten Kiwi-Voegel gesehen. Nachdem ich die dann auf Photos verewigt und einen Smalltalk mit einem amerikanischen Paerchen gehalten hatte - ja, da war mein Bus dann weg. Nachdem ich mich wieder eingekriegt hatte, habe ich in der nahe gelegenen Kaffee-Bar, einem Postkartenstand und schliesslich im Souvenir-Laden meine Geschichte erzaehlt, nur um dann per Telefon von der Busgesellschaft zu hoeren, dass man den Bus nicht erreichen kann, da es weder Funk- noch Telefonempfang bis zum naechsten Halt gibt, der eine Fahrtstunde entfernt liegt. Das war das erste und einzige Mal, dass ich ein Auto angehalten habe. Und gleich das erste Paerchen, das ich anhielt, war so nett mich nach Westport zu fahren (obwohl sie dort gar nicht hin wollten). Und ja, wir haben es tatsaechlich geschafft, den Bus zeitig zu erreichen. Oh Mann, ich habe im ersten Moment richtig geschwitzt. Klar war die Busfahrerin wieder sauer, aber in dem Moment war ich einfach nur bester Dinge, weil sich das Chaos des ersten Moments wieder relativ problemlos aufgeloest hat. (Immerhin haette man auch ohne mich weiter nach Nelson fahren koennen, mein Gepaeck am Strassenrand abstellen oder mir eine saftige Extragebuehr aufdruecken koennen). Und das war ungelogen die erste und einzige selbstverschuldete Panne - ganze drei Wochen nach meiner Ankunft!! ... Das waren uebrigens auch die einzigen beiden Male, die ich in den vergangenen Wochen zu spaet irgendwo hingekommen bin. Es war einfach nicht mein Tag. Uebrigens: Schon abends lief der MP3-Player aus irgendeinem Grund wieder und ich habe seit diesem Tag keine Kiwi-Voegel mehr gesehen. Ich habe im Endeffekt also alles richtig gemacht! :-D

Als wir am gestrigen Sonntag entlang der Great Ocean Road gefahren sind, hat mich mal wieder einer der weniger besuchten Aussichtspunkte interessiert und so sind Dan und ich auf einen Huegel gefahren, um die Aussicht dort zu geniessen. Nach einem kurzen Spaziergang waren wir zurueck am Auto und dort gab die Batterie der Fernbedienung den Geist auf. An sich nichts Schlimmes, denn die Tueren lassen sich auch manuell oeffnen. Allerdings gibt es eine Wegfahrsperre, die weniger leicht zu umgehen ist - zumindest fuer laienhafte Autoknacker wie uns. Auch nachdem wir die Fernbedienung zerlegt, die Notfallplan der Bedienungsanleitung auswendig gelernt und beinahe einen Kopfstand gemacht hatten, hatte sich nicht viel getan. Erst dann fiel uns die nahe gelegene Farm auf. Nach einer beherzten Jogging-Einlage traf ich dort auf Nadine, die zufaelligerweise eine passende Batterie fuer unsere Fernbedienung zur Hand hatte. Das war deutlich mehr, als wir erwartet hatten. Ihr koennt euch den Jubelschrei ausmalen, den ich raus gelassen hatte, als wir in der Lage waren, das Auto zu starten... *lach* Ende gut, alles gut!

Auf der Fahrt von Melbourne nach Sydney dann hatten wir einen unplanmaessigen 3h-Stop, weil die Oel-Anzeige des Busses permanent gegen die Tatsache zur Wehr setzte, dass sich ausreichend Oel in der Oelwanne im Bus befand. Und das mit einem ohrenbetaeubenden Piepton, sobald der Bus anfuhr. Aber auch hier fand sich ein neuer Bus. Und waehrend der Busfahrt bin ich von einem indischen Paerchen mit einer waermenden Decke und einem leckeren, indischen Gericht bedacht worden. So schlimm war's also nicht - im Gegenteil.

Ich schaetze, so viel Zufall, bzw. glueckliche Zusammentreffen muessen einen Preis haben - wann ich den schuldig sein werde weiss ich jetzt noch nicht, aber er wird sicher hoch ausfallen... *lach* Ich erzaehl's euch, sobald ich die Rechnung bekomme.

Bis demnaechst!!

Der Countdown läuft

"La vida es corta pero una sonrisa sólo precisa un segundo." [altes kubanisches Sprichwort] Warum verrate ich euch Binsenweishe...