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3. Februar 2013

Küste war gestern

Ich bin seit gestern in Tansania. Ein kurzer Rückblick auf die Zeitspanne seit dem letzten Eintrag: der vorletzte Stop in Südafrika hieß Jeffreys Bay. Ein Surferparadies der extraklasse. Hochrangige Surfer aus aller Welt kommen ab Mai hierher, um sogenannte supertubes zu reiten. Das sind diese Riesenwellen, die gut und gerne 50 Meter und hoeher werden können und dann einen Tunnel bilden, durch den die Wellenreiter dann scheinbar mühelos gleiten. Diese Art Wellen habe ich leider weder gesehen, geschweige denn geritten. Gott bewahre. Aber trotzdem war es ein gutes Gefühl, mal wieder durchs Wasser zu pesen und ein Board in der Hand zu haben. Unter die Füße habe ich es leider nicht bekommen, aber der letztes Surfkurs ist immerhin schon drei Jahre her. ;)

Die Tage in Jeffreys Bay (auch Jay Bay genannt) waren die entspanntesten. Das Hostel war toll, die Leute offen, der Strand klasse und das Meer quasi mein bester Freund. Ich war morgens immer recht früh wach und musste einfach an den Strand. War einmal joggen, einmal wg. einiger Bierchen am Vorabend nur spazieren. Immer gegen 6 Uhr, aber das macht mir nichts aus. Die Sonne geht gegen 5.30 auf und erst gegen 20 Uhr unter. Das muss man ausnutzen! Die Temperaturen sind erträglich, 24-26 Grad, Brise, Wassertemperatur ca 20 Grad. Ein kleines Paradies.

Wir sind von Jay Bay aus auch in den Ado Elephant Park gedüst. Wir haben dafuer zu viert ein Auto gemietet Port. Mit dem Auto kann man dort im Park herumfahren, auf markierten Straßen, bzw Pfaden. Von dort aus kann man dann mit etwas Glück die Tierwelt beobachten, ähnlich einer Safari. Gesehen haben wir tatsächlich einige: Zebras, diverse Springbockarten/ Gazellen, 'Pumbas' (ihr kennt doch sicher das Schwein aus Koenig der Löwen?) und natürlich jede Menge Elefanten. Einmal sogar eine riesige Herde, die uns quasi über den weg gelaufen ist. Mit jungen Elefanten und auch einem richtig kleinen Baby. Wir waren nur am Staunen, sag ich euch.

Ich war bis dahin immer noch unterwegs mit den beiden Norwegerinnen. Wir sind schon nach wenigen Tagen so zusammengewachsen, dass wir darauf angesprochen wurden, ob wir nicht Schwestern seien. Ich kann euch sagen, sie sind wirklich etwa ganz besonderes. Ich bin froh, dass ich sie kennenlernen durfte und wir unsere Reiseroute so gut in Einklang bringen konnten. Mein letzte Tag in Südafrika war auch gleichzeitig der Abschied von den maedels. Das war hart. An dieser Stelle keine details, aber gab feuchte Augen auf allen Seiten. :/ Ich vermisse sie jetzt schon.

Am 1.2. bin ich also mit dem Flieger von Port Elizabeth ueber johannesburg nach Dar Es Salaam (Tansania) geflogen. Zu meiner Überraschung hat mich Martin vom Flughafen abgeholt. Das war echt ne Nummer. Immerhin kam er gegen Mittag nach ca 23h Flug aus Australien hier an. Aber so ist er halt.

Mein erster Eindruck von Tansania: fuehlt sich ersten Moment wie Indien an. Laut, der Verkehr ist chaotisch, viele Menschen auf und neben den Strassen, kleine Verkaufsbuden bestimmen das Straßenbild. Aber: die Menschen hier sind nicht so aufdringlich wie in Indien. Ja, sie präsentieren ihre Waren. Aber wenn du nicht interessiert bist, lassen sie sich in Frieden und ziehen weiter. Gleichzeitig ist es trotz der vermeintlichen Unordnung sauberer als in Indien. Die Geruchswelt ist nicht vollgesogen von markanten Gerüchen wie Gewürzen, Abwasser oder Abgasen. Aber vergessen wir mal Indien: Tansania mit Südafrika zu vergleichen ist sehr schwer. SA ist sehr stark westlich gepraegt, dass man es im ersten Moment beinahe kaum als europäisches Ausland bezeichnen kann. Verrückt.



Egal, schon heute ging's weiter mit dem Flieger nach Arusha. Gerade haben wir die Truppe kennengelernt, mit der wir auf Safari gehen werden. Amis, Kanadier und Belgier sind an Board. Wird sicher ne nette Kiste. Morgen früh brechen wir auf und campen. Ich erzähle euch dann nächste Woche, wie's war.

Bis bald, ihr Lieben!

28. Januar 2013

Ein Wow nach dem anderen

Ihr Lieben,

seit meinem letzten Eintrag ist unglaublich viel passiert! Zusammen mit zwei Norwegerinnen bin ich nach Knysna aufgebrochen. Ein verschlafenes, huebsches Doerfchen, in dem wir nur einmal uebnernachtet haben. Grund: Der Fallschirmsprung, den wir schon ein paar Tage lang hinter uns bringen wollten. Da man dort nicht springen kann, sind wir weiter gezogen. Vorher haben wir uns aber noch von einem Ortsansaessigen die Gegend zeigen lassen. Wir sind zu Aussichtplattformen gefahren und haben ein Township (="Ghetto"/Armenviertel). Das zu sehen weckt verschiedene Gefuehle in einem, denn einerseits ist der Zusammenhalt in diesen Stadtteilen, die es ueberall in Afrika gibt, sehr gross. Andererseits faehrt man selbst an dieser Armut vorbei und weiss, dass man in einer Stunde wieder zurueck in sein Leben faehrt, das ganz anders aussieht. Das Gefuehl, einen Zoo zu besichtigen, laesst einen nur schwer los. Eine Erfahrung ist es in jedem Fall wert.



Wir sind noch am selben Tag mit dem Bus weiter nach Plettenberg Bay geduest. Hier ist es wahnsinnig toll zu baden. Die Straende hoeren scheinbar nicht auf und das Wetter ist natuerlich genau richtig fuer einen Absacker dorthin. Wir konnten uns davon loesen, aber das war hart. :)
Die Gruende:
Am Freitag Abend haben die Maedels und ich mit einem Suedafrikaner ein Braai (=Grillabend) veranstaltet.



Samstag waren wir endlich Fallschirm springen. Das war soooo unglaublich berauschend! 3.000 Meter, rund 30 Sek. freier Fall. Die Aussicht war atemberaubend!!
Sonntag haben wir drei und ein Auto gemietet und mit einer Hollaenderin Auffangstationen fuer Elefanten und Affen besucht. Das hat uns ganz schoen gefesselt, sag ich euch.



Anschliesend hab ich mich von der einer Bruecke gestuerzt. Ihr ahnt es: ich konnte dem hoechsten Bungee-Jump von einer Bruecke nicht widerstehen... ;) 216 Meter, ein paar Sekunden, Adrenalin pur. Jederzeit wieder. ;)
Danach sind wir in das nahegelegene Storms River National Park gefahren und haben zu Abend gegessen: Sonnenuntergang, tolles Essen, Wein, umgeben von Bergen und dem Meer. Das war ein grossartiger Tag mit ein paar tollen Maedels. Wir haben unglaublich viel gelacht.

Heut geht es nach Jeffrey's Bay, surfen. Endlich.

Ich schicke euch ein wenig Sonne durch. Wir haben ganz viel davon.

Bis bald!

Der Countdown läuft

"La vida es corta pero una sonrisa sólo precisa un segundo." [altes kubanisches Sprichwort] Warum verrate ich euch Binsenweishe...