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5. August 2014

NEU: Jetzt auch mit Bildern!

Ich war bisher nicht in Urlaubsstimmung, das hatte ich erwähnt. Um mich einzugrooven, habe ich alte Urlaubsfotos durchgeschaut und endlich (ENDLICH! ENDLICH!) einige davon hier auf dem Blog veröffentlicht. Jetzt könnt ihr eurer Fantasie nach der langen Zeit etwas Ruhe gönnen und euch stattdessen mit mir wegträumen.

Ich werde versuchen, auch in den kommenden Reisetagen Bilder zeitnah einzustellen. Das klappt sicher mal mehr mal weniger gut. Habt bitte ein wenig Geduld mit mir. ;)

auf jeden Fall weiterhin viel Spaß beim Mitverfolgen!
Eure Jasmin


21. Februar 2010

Es wird Zeit

Ich befinde mich gerade am Flughafen in Singapur und werde in knapp einer Stunde die Heimreise antreten. In den letzten paar Stunden bin ich von Delhi nach Mumbai und von Mumbai hierher geflogen. Die letzten Tage in Indien waren nochmals unheimlich abenteuerlich, konzentriert in der Hauptstadt Delhi. 'Abenteruerlich' schliesst ein: heisse Diskussionen mit Tuk Tuk-Fahrern sowie kurze, intensive Unterhaltungen mit Ortsansaessigen; einen Besuch im Multi-Media Ghandi Museum in Delhi ebenso wie der in den Gaerten des Praesidenten (was der Oeffentlichkeit nur fuer eine bestimmte Zeit im Jahr moeglich ist); ein fantastisches Abendessen beim Mexikaner als auch eine Irrfahrt auf dem Weg zum Flughafen.

Der Abschied von Martin am FLughafen in Mumbai viel schwer, die Wiedersehensfreude mit meiner lieben Freundin Chykah in Singapur war dafuer umso groesser. Wir haben noch eben auf einer Pool-Party vorbei geschaut und alte wie neue Bekannte getroffen. Eine Taxifahrt spaeter stehe ich nun hier, froh und ueberwaeltigt zugleich, schon in 13 Stunden wieder daheim zu sein: am 22. Februar, 5.15 Uhr deutscher Zeit. Was ein Trip.

Was mir noch bleibt sind einige Fragen: Wie viele Kilometer habe ich in den letzten 3 1/2 Monaten zurueck gelegt? Wie viele neue Bekannte habe ich gefunden - und wie viele werde ich behalten? Wuerde ich beim naechsten Mal etwas anders machen?Wie sieht der naechste Trip aus? Wie auch immer, ich werde euch bei Gelegenheit noch die ein oder andere Anekdote nachreichen.

Bis demnaechst also! ;)

18. Februar 2010

Namaste

Ich glaube, ich bin angekommen. In Indien meine ich. Es hat mich eine Weile und noch mehr Nerven gekostet, mich mit meiner neuen Umgebung anzufreunden. Es fehlte mir auch schlicht die Zeit. Martin und ich sind ziemlich zuegig unterwegs, wir werden bis kommenden Sonntag sieben Staedte in 16 Tagen besucht haben und das ist ein durchaus straffes Programm. Hinter uns liegen die ein oder andere stressige Zug-/Bus-/Taxifahrt, fruehes Aufstehen und spaetes zu Bett gehen. Dazu kommen allgegenwaertiger Laerm, Dreck und Mief; bellende Verkaufer und Taxifahrer, die einen minuetlich bedraengen; Muetter mit Babies, Kleinkinder und Menschen mit missgebildeten Gliedmassen, die einen auffordern, ihnen Geld zu geben. Abzulehnen und den Kopf weg zudrehen war und ist nicht immer einfach. Ich kann das seit ein paar Tagen mit Humor nehmen. Irgendwie.



Denn unter der aufdringlichen, penetranten Oberflaeche gibt es auch so viele Schoenes zu entdecken. Auf den zweiten Blick eben: Da sind die Gewuerzstaende, bei denen einem die Nase von den Bergen roter, getrockneter Chilieschoten kribbelt; die kunterbunten Farben der Saris (Bekleidung fuer Frauen), die das Grau so mancher Stadt und das Elend um sie herum beinahe vergessen machen; das Taj Mahal, das sich selbst nach 350 Jahren immer noch so schoen und anmutig ueber der kleinen Stadt Agra erhebt wie damals (geh ich mal von aus) und wohl zu jeder Tageszeit wie ein Gemaelde wirkt; Elefanten, Kamele, Affen und hunderte von Pfauen lassen orientalischen Flair aufkommen; entspannt liegen, stehen, zuckeln Kuehe durch die Strassen und bringen so manchen Taxifahrer zum Schwitzen; leckeres, ordentlich gewuerztes Essen bringt einen hier beinahe zum Platzen; Inder zu beobachten, wie sie miteinander reden und dabei nicht selten mit dem Kopf wackeln ist mitunter ein abendfuellendes Programm; fuer mich ganz persoenlich ist es auch wunderbar, G. D. Roberts Buch Shantaram zu lesen, das zu einem Grossteil in Mumbai spielt - und dabei Indien ein bisschen besser kennen zu lernen ...

Ich kann euch oft nur schwer beschreiben, was Indien ausserdem ausmacht. Einen Besuch ist es in jedem Fall wert.

Bis demnaechst!!

12. Februar 2010

Mehr Indien

Bevor ich nach Indien los gezogen bin, habe ich mich nochmal eben in einen Buchladen zurueck gezogen und allerhand interessantes ueber den Staat gefunden. Hier ein paar Auszuege:

- Auf etwa 3,3 Mio. km^2 leben 1,2 Mrd. Menschen. Pro km^2 sind das also rund 350 Menschen. Zum Vergleich: In Deutschland (dem bevoelkerungsreichsten Land der EU) sind es im Schnitt etwa 230 und Australien 2,7. Verrueckt...

- Knapp 17 % der Weltbevoelkerung leben in Indien, dem zweitbevoelkerungsreichsten Land der Welt.

- Gegessen wird mit mit der Hand. Die rechte gilt als rein und wird daher als einzige zur Nahrungsaufnahme herangezogen. Die Linke ist gerade gut genug, um sich die Schuhe an- und auszuziehen. Das sollte man stets tun, wenn man Gebaeude, und ganz speziell Tempel, betritt.

- Fuer die Damen gilt: Schultern bedecken und mindestens knielange Hosen/Roecke mit kneitragen. Das war fuer mich ein kleiner Schock, denn nachdem ich Neuseeland verlassen habe, habe ich den Grossteil meiner langaermeligen Sachen nach hause geschickt - meine Wanderstiefel inklusive. Hier in Indien haette ich einige nette Wanderungen unternehmen koennen. Naechstes Mal dann...

- Haendlern und bettelnden Kindern, von denen es hier wirklich zu hauf gibt, sollte man nie in die Augen schauen oder mit ihnen reden. Sobald man das tut, bekommt man sie oft schwer vom Rockzipfel. Das ist fuer mich oft hart, denn komplett mit Scheuklappen durch die Strassen zu laufen, ist bei den vielen Geraeuschen, Geruechen und Kuriositaeten wirklich nicht einfach.

- Waehrung ist die Indische Rupie, von denen 64 gerade mal einen Euro wert sind. Das macht das Reisen hier allerdings sehr guenstig.



Das wars fuer's erste. Gerade zieht eine Hochzeitsgesellschaft lautstark durch die Strassen. Das muss ich mir ansehen!! Bis demnaechst also!!

Das also ist Indien

Wow, ich bin schon ein paar Tage hier und komme gar nicht dazu, all das zu verarbeiten, was ich sehe/ erlebe. Eigentlich wie immer... ;)

Ich war in der Zwischenzeit in der Seenstadt Udaipur, was bisher der schoenste Aufenthaltsort der Indienreise war. Wie schon angedeutet hatten wir das bisher gemuetlichste Hotel, die ruhigste und entspannteste Zeit.

Danach gings dank Busfahrt holprigerweise nach Jodhpur. Die blaue Stadt, wie sie gerne auch genannt wird, verdankt ihrem Namen der indigoblauen Farbe, die man hier z. T. reichlich an Haeuserwaenden findet. Sie wurde benutzt, um die Zugehörigkeit der Bewohner zur Kaste der Brahmanen zu vermitteln. Um Touristen anzuziehen und Moskitos abzuhalten, gestalten heute aber auch Nicht-Brahmanen ihre Haeuser blau.



Mittlerweile sind Martin und ich weiter durch den Bundesstaat Rajasthan gezogen und in der Wuestenstadt Jaisalmer gelandet, die wegen ihrer Sandsteinbauten auch die goldene Stadt genannt wird. Wir waren zwar drauf und dran, auf einem Kamel die Wueste Thar zu bereisen, aber schon morgen wollen wir in die rosarote Stadt Jaipur aufbrechen, welche gleichzeitig die Hauptstadt Rajasthans ist. Die Farbe rosa steht fuer Gastfreundlichkeit im mehrfach genannten Bundesstaat und wurde eigens fuer den Besuch des Prinzen Albert von England im Jahr 1853 an den Haeuserwaenden angebracht. Haetten wir das auch geklaert. Toll, welche Spitznamen die Staedte hier haben, oder?! ;)



So viel erst einmal dazu. Bis demnaechst!!

7. Februar 2010

Die schoene Seite Indiens

Wir sind heute in Udaipur angekommen. Die Stadt der Seen, wie sie auch genannt wird, gibt sich im Gegensatz zu Mumbai weniger dreckig und laut und wirkt schon auf den ersten Blick freundlich. Zusaetzlich haben wir ein traumhaftes Hotel gefunden, dessen Athmosphaere genau den orientalischen Flair widergibt, den man sich so vorstellt. Ich habe hier nur einen englischsprachigen Link gefunden, aber die Bilder auf der Startseite sprechen fuer sich. Aber was sage ich, schaut selbst. Wir hatten heute Abendessen auf der Dachterasse und in den zwei Stunden konnte ich einfach nur entspannen. Zu indischer Musik haben wir das ein oder andere Feuerwerk genossen und ich kann mein Glueck heute mal wieder ueberhaupt nicht fassen.

Hier ein Bild von Martin:


Ich bin froh, dass ich das erleben darf und es mit Martin teilen kann. Alleine wuerde ich hier wohl trotz allem eingehen. Es tut so gut, mit jemandem reden zu koennen und sich auch ein wenig tiefgruendiger zu unterhalten.



Und weil ich zum ersten Mal seit langem mal wieder das Gefuehl habe, etwas richtig, richtig Tolles zu erleben, erklaere ich Udaipur zu einem Hoehepunkt meiner Reise. Auch wenn der Yoga-Kurs, die Pedikuere, eine Massage und eine Stadtbesichtigung erst in den kommenden beiden Tagen anstehen. ;)

Bis demnaechst!!

Und das noch, und und und...

Singapur habe ich am 4. Februar hinter mir gelassen, meine liebenswerte Gastgeberin Chykah samt Familie und neuen Freunden ebenfalls. Was ich dort erlebt habe? Wir haben die Aussicht auf die Stadt aus dem 70. Stockwerk eines Wolkenkratzers genossen, haben uns mit vielen anderen Couchsurfern getroffen, haben stilecht einen Singapore Sling (Cocktail) geschluerft. Ich war ausserdem einkaufen (was man hier in den riesigen Shopping Tempeln herrlich lange tun kann) und die Touristen-Insel Sentosa Island besuchen.



Seit dem 4. Februar bin ich wie gesagt ausgewandert, um mich mit meinem Freund Martin aus Sydney zu treffen. Wir sind beide am selben Tag nach Mumbai (ehemals Bombai) geflogen, um 16 Tage miteinander zu reisen. Mumbai ist unheimlich vielschichtig, was einem aber zuallererst auffaellt ist der Dreck und der Laerm. Der Verkehr regelt sich kaum anhand von Ampeln als vielmehr durch mehrfaches hupen und Handzeichen. Armut ist hier ueberall ersichtlich und man muss einfach zeitweise die Augen verschliessen, um nicht zu sehr mitgenommen zu werden. Ich habe einen Ausflug an den Rand eines der unzaehligen Slums gemacht, die aus Wellblechhutten bestehen und kann immer noch nicht fassen, wie gut es mir und allen Daheimgebliebenen geht.



Seit Martin angekommen ist, haben wir uns die 21 Mio. Einwohnerstadt genauer angesehen: Wir waren im Kunstmuseum; am Bahnhof, der vor Menschen nur so wimmelt; sind bummeln gegangen und haben uns durch den Smog gekaempft; waren im Kino und haben uns den chaotisch anmutenden Film, den wir auf hindu angeschaut haben, mit sagenhaft gutem Karamelpopcorn versuesst; haben das Ghandi-Museum besichtigt, in welchem dieser grossartige Mensch zeitweise tatsaechlich gelebt hat; uns die haengenden Gaerten angesehen. Das war ganz schoen viel in den vergangenen zwei Tagen und dennoch haben noch ganze zwei Wochen,um uns einen weiteren Eindruck ueber dieses Land zu verschaffen.

Ich versuche euch bestmoeglichst auf dem Laufenden zu halten. Bis demnaechst!

22. Januar 2010

Schattenseiten im sonnigen Paradies

In den letzten Monaten hat sich einiges veraendert, habe ich mich sicher auch veraendert. Nicht nur, dass ich kaum noch deutsch spreche, ich denke anders. Die Gelassenheit der Menschen um mich herum, das Wetter und noch vieles mehr faerben immer mehr auf mich ab. Hier unten zaehlt nicht, was du tust, sondern wie du dich gibst. Und was ich besonders wert schaetze ist die Offenheit derjenigen, denen ich begegne. Jeder scheint hier willkommen zu sein. Ich sage bewusst scheint, denn vollkommen wahr ist das nicht. Ich spreche lediglich aus meiner Erfahrung heraus und moechte meine Augen vor der Realitaet in diesem Land nur ungern verschliessen.

Gerade in der Beziehung zu Indien hat es in den vergangenen zwei Jahren, bzw. speziell im letzten Monat vermehrt Stoerungen gegeben. Gerade erst im Dezember wurde ein indischer Student in Melbourne getoetet, offensichtlich vor einem rassistischen Hintergrund. Einen kurzen, wenig informativen, aber aktuellen Bericht habe ich hier fuer euch vorbereitet, einen ausfuehrlicheren, aber aelteren gibt es hier.
Auch mit den Aboriginis wird mitunter nicht zimperlich umgegangen. Rassismus ihnen gegenueber ist kein Geheimnis, Krawalle und Schlaegereien nicht selten, Trunkenheit und Unwissen tun ihr uebriges. Auf beiden Seiten.
Das ist nicht ist meinen Augen nicht nur tragisch, sondern auch beschaemend fuer ein Land, dass die Laessigkeit in Reinkultur zu pflegen scheint.

Was nicht heissen soll, dass ich mich unsicher fuehle. Im Gegenteil, bisher lief alles rund und ich hatte im oben beschriebenen Kontext keinerlei Probleme. Und welches Land hat keine Sorgen? Darueber hinaus habe ich in Australien und Neuseeland ausschliesslich positive Begegnungen mit Indern erlebt, woher unter anderem mein Wunsch dieses Land zu bereisen herruehrt. Dieser Trip ist nach wie vor eine wundervolle Erfahrung, die ich nicht missen moechte. Und sie ist noch nicht abgeschlossen, wofuer ich sehr dankbar bin.

Bis demnaechst!

16. Januar 2010

Tandoori Chicken

Nun ja, wie soll ich sagen? Ich habe gestern meinen Urlaub verlaengert... Ich komme noch nicht am 8.2., sondern erst am 22.2. nach hause - puenktlich zum Geburtstag meiner Mom.

Zusammen mit Martin aus Sydney werde ich zwei Wochen in Indien verbringen. Wieder so ein Zufallsding: er hat den kompletten Februar frei, ich habe waehrend meiner bishrigen Reise einige wundervolle Erfahrungen mit Indern gemacht, wir beide lieben indisches Essen und irgendwie entstand die Idee nach Asien zu gehen... In Wirklichkeit war es viel komplizierter und wir haben lange ueberlegt, ob und wohin wir gehen sollen. Indien ist unter anderem aus den oben aufgefuehren Gruenden das Resultat.

Ich habe daher in den letzten Tagen viel Zeit mit den Formularen verbracht, die mir ein Visa fuer Indien einbringen werden. Und ich kann euch sagen, dass das beinahe in Stress ausgeartet ist... Beinahe. ;) Jetzt bin ich nur noch aufgeregt und freue mich auf etwas Abwechslung, denn nach einer Weile am Strand wird das verrueckt liebenswerte Land namens Australien langsam eintoenig.

Kein Wunder also, dass ich mich derzeit ein wenig abseits der Kueste bewege und in Rockhampton gelandet bin. Das 'Beef Capitol' (in etwa 'Rindfleisch-Zentrum') lockt natuerlich mit leckeren Steaks, aber unter anderem auch mit einer Krokodilfarm und Hoehlen in der naeheren Umgebung. Das gil es zu entdecken. Klaro halte ich euch dahingehend auf dem Laufenden... ;)

Bis demnaechst!

Der Countdown läuft

"La vida es corta pero una sonrisa sólo precisa un segundo." [altes kubanisches Sprichwort] Warum verrate ich euch Binsenweishe...