Oh mein Gott, diese Woche ist wirklich extrem schnell zu Ende gegangen. Ich versuche mal eben, euch die letzten Tage nahe zu bringen. Zu aller erst muss ich los werden, dass ich die Schweden hab ziehen lassen, denn die beiden machen Neuseeland in nur 20 Tagen unsicher und sind daher ein bisschen flotter unterwegs als ich. Ich war also bis Sonntag in Christchurch und das ist passiert:
Am Mittwoch habe ich ganz viele Deutsche kennen gelernt, was auch keine Kunst ist, denn die sind wohl am haeufigsten unter den Touris vertreten. Surprise, surprise... :) In jedem Fall haben wir am Mittwoch alle zusammen in der Kueche meiner Jugendherberge (=Hostel) gekocht. Es gab unter anderem leckeren Blue Cod (Fischart) mit Reis und gruenem Spargel. Letzterer hat gerade Saison und ist unheimlich guenstig. Generell ist das einkaufen von Essen hier relativ preiswert. Vor allem Fisch und Fleisch bekommt man zu vernuenftigen Preisen. Die Gegend hier ist also genau die richtige fuer mich.
Ich habe am Mittwoch und Donnerstag die Innenstadt zu Fuss, mit der Tram und auf dem Boot erkundet. Beim Punting (=aehnelt dem Gondel fahren in Venedig, bzw. dem Stocherkahn fahren in Tuebingen). Ich habe in erster Linie den Botanischen Garten bewundert, der wirklich einen Besuch Wert ist. Die einheimische Flora und Fauna, gepaart mit der Ruhe und Gelassenheit der Umgebung sind eine unschlagbare Kombination.
Wo wir gerade beim Eindruck der Stadt sind: Man fuehlt sich hier nicht wie in einer Stadt - zumindest nicht wie in einer deutschen. Ganz im Gegenteil, wenn ich mir Karlsruhe in Erinnerung rufe - welches von der Groesse her vergleichbar ist - fuehlt man sich hier beinahe wie in einem Vorort. Der Stadtkern ist ueberschaubar, die Menschen hier scheinen hier ueberhaupt keinen Zeitdruck zu haben (ich habe hier tatsaechlich noch niemanden irgendwohin rennen sehen, abgesehen von einigen Joggern im Park) und ich mit den anderen Leuten aus dem Hostel zusammen bin fuehle mich, als waere ich schon ewig hier. Ich habe mich umgehoert und das geht wohl allen so. Das ist verdammt cool, aber schwer in Worte zu fassen. Aber fuer euch werde ich das weiterhin versuchen... :)
Bis demnächst!!
Das Tagebuch für alle Daheimgebliebenen.
Viel Spaß beim Schmökern!
14. November 2009
10. November 2009
Da steh ich nun
Ich kann's selbst noch nicht ganz glauben, aber es ist wahr: ich stehe tatsaechlich am anderen Ende der Welt. Und trotz dem ich seit meinem Abflug in FFM am Sonntag 27 Stunden bis nach Christchurch gebraucht habe, empfand ich den Flug nicht wirklich als lang. Ein Glueck!
Bis nach Sydney hat alles reibungslos geklappt, dort allerdings bin ich im Halbschlaf ans falsche Gate geraten. Aber keine Sorge, das habe ich noch rechtzeitig gemerkt... In Sydney habe ich mich jetzt schon verliebt, denn der Anflug auf den Flughafen beinhaltete eine Schleife ueber die Stadt, waehrend die Morgensonne gerade die ersten Strahlen darueber geworfen hatte. Das war traumhaft und ich freue mich jetzt schon auf die Erkundung der Stadt irgendwann Mitte/Ende Dezember.
Aber zurueck zu Neuseeland und Christchurch. Das beschauliche Staedtchen ist die groesste Stadt der Sued-Insel und wirkt ziemlich verschlafen, wenn ihr mich fragt. Aber auf den zweiten Blick offenbaren sich einige Highlights: So brezeln sich dieser Tage die Damen und Herren aus der Gegend ganz besonders auf, weil New Zealand Cup & Show Week ist. Damit sind diverse Pferdeshows und Galopprennen gemeint und jeder, der was auf sich haelt, geht dorthin. Am besten mit Hut, ganz stilecht. Und danach wird in der Innenstadt gefeiert. Das hat mir der Fahrer der alten Tram veraten, mit der er die wichtigsten Sehenswuerdigkeiten der Innenstadt anfaehrt und anpreist. Nicht, dass ich viel mehr von dem Kauderwelsch verstanden haette, mit dem er mich berieselt hat. Ich wuerde euch gerne ein kurzes Video einstellen, aber an diesem Hostel-PC geht's leider nicht... Wird nachgeholt!
Ich werde heute auf jeden Fall nicht mehr viel unternehmen, nachdem ich mich seit meiner Ankunft hier krampfhaft wach zu halten versuche. Schliesslich moechte ich den hiesigen Tagesrhythmus so schnell wie moeglich annehmen. Aber bei 12 Stunden Zeitverschiebung muss ich mir und meinem Koerper wohl Zugestaendisse machen. Eine kleine Tour durch die Stadt mit der besagten Tram und zusaetzlich ein paar Erkundungen zu Fuss waren bisher drin, ich habe mir fuer ein paar Tage eine Unterkunft in einem Hostel gesichert und zwei Jungs aus Schweden kennen gelernt, mit denen ich evtl. noch ein paar Tage weiter gen Sueden ziehen werde. Keine schlechte Bilanz fuer einen halben Tag, wie ich finde.
Ich hatte bereits die Maori erwaehnt, die als erste dieses Land bewohnten. Lasst mich kurz in die Geschichtsbox greifen und dazu sagen, dass die Maori nicht direkt als Ureinwohner bezeichnet werden koennen. Die Maori stammen eigentlich aus Polynesien und setzten erst vor etwa 1000 Jahren nach Neuseeland ueber. Mitte des 17. Jahrhunderts wurde Neuseeland von den ersten Europaeern besiedelt und nach laengerem Machtkaempfen zwischen Englaendern und Franzosen um die Vorherrschaft im Land und der 'Zivilisierung' der einheimischen Bevoelkerung verloren die Maori schliesslich 1850 ihre Souveraenitaet an die britische Krone. Heute sind von den knapp 14 Prozent Maori nur noch wenige uebrig, die sich als Vollblut bezeichnen koennen. (Ich lesen gerade ein Buch ueber eine Auswanderer-Familie, wer mehr wissen will, findet in "Ein Jahr in Neuseeland" von Anja Schoenborn eine unterhaltsame Lektuere)
So, das war's fuer heute. Ich geh dann mal schlafen...
Bis demnaechst!
Bis nach Sydney hat alles reibungslos geklappt, dort allerdings bin ich im Halbschlaf ans falsche Gate geraten. Aber keine Sorge, das habe ich noch rechtzeitig gemerkt... In Sydney habe ich mich jetzt schon verliebt, denn der Anflug auf den Flughafen beinhaltete eine Schleife ueber die Stadt, waehrend die Morgensonne gerade die ersten Strahlen darueber geworfen hatte. Das war traumhaft und ich freue mich jetzt schon auf die Erkundung der Stadt irgendwann Mitte/Ende Dezember.
Aber zurueck zu Neuseeland und Christchurch. Das beschauliche Staedtchen ist die groesste Stadt der Sued-Insel und wirkt ziemlich verschlafen, wenn ihr mich fragt. Aber auf den zweiten Blick offenbaren sich einige Highlights: So brezeln sich dieser Tage die Damen und Herren aus der Gegend ganz besonders auf, weil New Zealand Cup & Show Week ist. Damit sind diverse Pferdeshows und Galopprennen gemeint und jeder, der was auf sich haelt, geht dorthin. Am besten mit Hut, ganz stilecht. Und danach wird in der Innenstadt gefeiert. Das hat mir der Fahrer der alten Tram veraten, mit der er die wichtigsten Sehenswuerdigkeiten der Innenstadt anfaehrt und anpreist. Nicht, dass ich viel mehr von dem Kauderwelsch verstanden haette, mit dem er mich berieselt hat. Ich wuerde euch gerne ein kurzes Video einstellen, aber an diesem Hostel-PC geht's leider nicht... Wird nachgeholt!
Ich werde heute auf jeden Fall nicht mehr viel unternehmen, nachdem ich mich seit meiner Ankunft hier krampfhaft wach zu halten versuche. Schliesslich moechte ich den hiesigen Tagesrhythmus so schnell wie moeglich annehmen. Aber bei 12 Stunden Zeitverschiebung muss ich mir und meinem Koerper wohl Zugestaendisse machen. Eine kleine Tour durch die Stadt mit der besagten Tram und zusaetzlich ein paar Erkundungen zu Fuss waren bisher drin, ich habe mir fuer ein paar Tage eine Unterkunft in einem Hostel gesichert und zwei Jungs aus Schweden kennen gelernt, mit denen ich evtl. noch ein paar Tage weiter gen Sueden ziehen werde. Keine schlechte Bilanz fuer einen halben Tag, wie ich finde.
Ich hatte bereits die Maori erwaehnt, die als erste dieses Land bewohnten. Lasst mich kurz in die Geschichtsbox greifen und dazu sagen, dass die Maori nicht direkt als Ureinwohner bezeichnet werden koennen. Die Maori stammen eigentlich aus Polynesien und setzten erst vor etwa 1000 Jahren nach Neuseeland ueber. Mitte des 17. Jahrhunderts wurde Neuseeland von den ersten Europaeern besiedelt und nach laengerem Machtkaempfen zwischen Englaendern und Franzosen um die Vorherrschaft im Land und der 'Zivilisierung' der einheimischen Bevoelkerung verloren die Maori schliesslich 1850 ihre Souveraenitaet an die britische Krone. Heute sind von den knapp 14 Prozent Maori nur noch wenige uebrig, die sich als Vollblut bezeichnen koennen. (Ich lesen gerade ein Buch ueber eine Auswanderer-Familie, wer mehr wissen will, findet in "Ein Jahr in Neuseeland" von Anja Schoenborn eine unterhaltsame Lektuere)
So, das war's fuer heute. Ich geh dann mal schlafen...
Bis demnaechst!
8. November 2009
Auf geht's!
Ich bin im Reisefieber. Wirklich. Seit Tagen habe ich eine Verabschiedung nach der nächsten hinter mich gebracht und jetzt endlich habe ich meine Sachen gepackt, Musik auf den MP3-Player geladen bis er übergequollen ist und freue mich zum ersten Mal seit langem total auf den Flug. Der hatte mir bisher Kopfschmerzen bereitet, da ich in Sachen schlafen "ein wenig" anspruchsvoll bin. Aber selbst das ist mir jetzt gerade in diesem Moment egal.
Ab Frankfurt geht es heute Nacht dann erst einmal Richtung Singapur, wo wir einen kurzen Tankstop einlegen. Danach fliege ich weiter nach Sydney, wo ich das Flugzeug wechseln werde und wenig Stunden später endlich an meinem ersten, richtigen Ziel fernab der Heimat ankomme: in Christchurch/Neuseeland. Die Stadt ist mit ihren mehr als 350.000 Einwohnern relativ groß für neuseeländische Verhältnisse. (Man muss dabei bedenken, dass Neuseeland flächenmäßig etwa nur ein Viertel so groß wie Deutschland, aber nur 4,2 Mio. Einwohner zu verzeichnen hat. Aber vielleicht finde ich trotzdem ein paar mit denen ich abhängen kann...)
Was ich im Land der langen, weißen Wolke* erleben werde, werde ich euch bei Gelegenheit verraten - aber jetzt muss ich erst einmal hinkommen.
Bis demnächst!
*Bei den Maori heißt Neuseeland Aotearoa (=eine lange weiße Wolke).
Ab Frankfurt geht es heute Nacht dann erst einmal Richtung Singapur, wo wir einen kurzen Tankstop einlegen. Danach fliege ich weiter nach Sydney, wo ich das Flugzeug wechseln werde und wenig Stunden später endlich an meinem ersten, richtigen Ziel fernab der Heimat ankomme: in Christchurch/Neuseeland. Die Stadt ist mit ihren mehr als 350.000 Einwohnern relativ groß für neuseeländische Verhältnisse. (Man muss dabei bedenken, dass Neuseeland flächenmäßig etwa nur ein Viertel so groß wie Deutschland, aber nur 4,2 Mio. Einwohner zu verzeichnen hat. Aber vielleicht finde ich trotzdem ein paar mit denen ich abhängen kann...)
Was ich im Land der langen, weißen Wolke* erleben werde, werde ich euch bei Gelegenheit verraten - aber jetzt muss ich erst einmal hinkommen.
Bis demnächst!
*Bei den Maori heißt Neuseeland Aotearoa (=eine lange weiße Wolke).
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