31. Januar 2010

Huepf Skippy, huepf!

Die letzten Stunden verinnen in Australien und schon heute abend werde ich asiatische Grossstadt-Luft schnuppern. Singapur ruft! Ein Stueck Ozzi nehme ich dennoch mit - musikalisch gesehen.

Mein absoluter Favorit derzeit und einer der besten Titel, die ich waehrend meiner Reise insgesamt zu hoeren bekommen habe ist dieser hier. Ich koennte mir vorstellen, er gefaellt euch mindestens so gut wie mir... :)
Mumford and sons: Little lion man

Hier ein paar weitere Titel, mit denen ich Erinnerungen verbinde:
Stereophonics: Nothing compares to you
INXS: Suicide blond
La Roux: Bulletproof
Florence and the Machine: Dog days are over
Hilltop Hoods: Chase that feeling

Und was die Ozzis sonst noch so gut finden:
Phoenix: Lisztomania
Bluejuice: Broken leg
Lisa Mitchell: Coin Laundry
Lily Allen: Not fair
Muse: Uprising

29. Januar 2010

Rocky-kalisch

Die folgenden Tips habe ich von meinem neuen Mate (umgangssprachlich fuer Kumpel) und Couchsurfing-Gastgeber Sean aus Rockhampton bekommen. Vielleicht koennt ihr euch noch an meinen Ausflug in das Fleisch-Mekka Australiens erinnern?! Und nein, dieses Staedtchen verdankt seinem Namen nicht der Musikrichtung, die nun hauptsaechlich folgen wird. Aber unter den Interpreten sind unzaehlige australische Bands. Endlich mal ein wenig Abwechslung in meinem Musikhaushalt. Viel Spass damit!

Rocky Rocky:
The Living End: Prisoner of society
Art vs. Science: Parlez vous francais
Yves Klein Blue: Polka
Grinspoon: Just ace
Lustra: Scotty does't know
Wolfmother: Woman
Wolfmother: Minds eye
Midnight Oil: Beds are burning
Powderfinger: ?! (keine Ahnung, wie der Titel des Lieds heisst, aber trotzdem gut)
Regurgitator: Blood and spunk

Typ Kuschel-Rock:
Pete Murray: So beautiful
Xavier Rudd: Green spandex
Xavier Rudd: Let me be
Lou Reed: Perfect day
Nick Cave: The ship song
Powderfinger: Burn your name

Vorsicht! Ohrwurmpotential:
The rapture: No sex for Ben
John Butler Trio: Funky tonight
The Cat Empire: The charoit
The Cat Empire: Hello
Hilltop Hoods: The hard road

Das Leben an der Westkueste

Die letzte Station in Australien, das erste Mal an der Westkueste: Hallo Perth!
Ich bin seit letztem Samstag hier und habe auf dem Weg hierher einen wirklich unterhaltsamen Flug hinter mich gebracht. Willow erzaehlte mir von den Parties, die die Australier feiern, wenn es dank eines Zyklons/Taifuns mal wieder ein paar Tage ohne Strom zu verbringen gilt. Und Ian, der hauptberuflich Drachen fuers Kitesurfen vertreibt, hat mir Geschichten erzaehlt, die er beim Kitesurfen erlebt hat und ausserdem von seinen Skulpturen, die er nebenberuflich kreiiert. Wir hatten ein wenig Zeit zum Plaudern, denn wir haben an diesem Tag mehr als 3.400 km zurueck gelegt. Ist das nicht Wahnsinn? Schon die Strecke von Sydney nach Perth entspricht etwa der von Madrid nach Moskau, einen aehnlichen fuer meine Strecke habe ich leider nicht gefunden.
Nett anzusehen war auch der Uluru (der weltbekannte Ayers Rock) im Northern Territory, den ich fuer kurze Zeit bestaunen konnte als wir eine Zwischenlandung in der Naehe eingelegt haben. Vielleicht seh ich mir den beim naechsten Mal genauer an...

In jedem Fall gefreut habe ich mich auch, Timmy wieder zu sehen, den ich noch aus Deutschland kenne. Verrueckter Kerl sag ich nur: Das erste was ich in Perth gesehen habe, nachdem er mich vom Flughafen abgeholt hat, war seine alte Wohnung, wo ich ihm beim Umzug geholfen habe. Nach wenigen Minuten hatten wir die letzten Habseligkeiten eingesammelt, sauber gemacht und schwupps gings in die neue Bleibe. Er wohnt nun in einem grossen Haus, dass naher an seiner Uni liegt. Das Haus bewohnt er nicht alleine und seine Mitbewohner sind ganz sicher nicht alltaeglich. Er, bzw. 'wir' leben mit einer Familie zusammen, die aus insgesamt fuenf Mitgliedern besteht: Der italienische Papa Josef und die englische Mutti Jane samt ihren Kids Marcus und Danica. Die aelteste Tochter Laura wohnt mit ihrem Freund ein paar Strassen weiter. Es geht weiter mit Lauras fester Freundin Mel; Marcus' Kumpel Kyle; Rob, einem weiteren Freund der Familie. Muss ich dazu sagen, dass ich etwas ueberrascht war, als ich allen vorgestellt wurde?! ;) Aber tatsaechlich ist alles halb so chaotisch wie es im ersten Moment scheint. Alle sind nett und es ist wirklich IMMER jemand zum quatschen da.

In der vergangenen Woche habe ich selbst maessig viel unternommen. Timmy arbeitet waehrend der Semesterferien und ich muss mich it dem verrueckten Busnetz herumschlagen. Dennoch habe ich mich ein wenig in Perth umgesehen, war im Botanischen Garten (der wohl der groesste innerstaedtische und meiner Ansicht nach auch der bisher schoenste meiner bisherigen Tour ist), habe einen Abstecher in den Vorort Fremantle gemacht, welcher wiederum mit alten Gebaeuden voll gepackt ist und habe mit Timmy und ein paar neuen Freunden den Australia Day gefeiert. Anlass fuer letzteren ist die erstmalige Vereinigung der wenigen Bundesstaaten des Kontinents zu einem einzigen Land. Man koennte sagen, es ist der Tag der australischen Einheit. An diesem Feiertag wird tatsaechlich heftig gefeiert, natuerlich traditionell mit viel Grillgut, Bier und einem bunten Feuerwerk in den groesseren Staedten. Eine runde Sache... ;)

Bis demnaechst!

22. Januar 2010

Schattenseiten im sonnigen Paradies

In den letzten Monaten hat sich einiges veraendert, habe ich mich sicher auch veraendert. Nicht nur, dass ich kaum noch deutsch spreche, ich denke anders. Die Gelassenheit der Menschen um mich herum, das Wetter und noch vieles mehr faerben immer mehr auf mich ab. Hier unten zaehlt nicht, was du tust, sondern wie du dich gibst. Und was ich besonders wert schaetze ist die Offenheit derjenigen, denen ich begegne. Jeder scheint hier willkommen zu sein. Ich sage bewusst scheint, denn vollkommen wahr ist das nicht. Ich spreche lediglich aus meiner Erfahrung heraus und moechte meine Augen vor der Realitaet in diesem Land nur ungern verschliessen.

Gerade in der Beziehung zu Indien hat es in den vergangenen zwei Jahren, bzw. speziell im letzten Monat vermehrt Stoerungen gegeben. Gerade erst im Dezember wurde ein indischer Student in Melbourne getoetet, offensichtlich vor einem rassistischen Hintergrund. Einen kurzen, wenig informativen, aber aktuellen Bericht habe ich hier fuer euch vorbereitet, einen ausfuehrlicheren, aber aelteren gibt es hier.
Auch mit den Aboriginis wird mitunter nicht zimperlich umgegangen. Rassismus ihnen gegenueber ist kein Geheimnis, Krawalle und Schlaegereien nicht selten, Trunkenheit und Unwissen tun ihr uebriges. Auf beiden Seiten.
Das ist nicht ist meinen Augen nicht nur tragisch, sondern auch beschaemend fuer ein Land, dass die Laessigkeit in Reinkultur zu pflegen scheint.

Was nicht heissen soll, dass ich mich unsicher fuehle. Im Gegenteil, bisher lief alles rund und ich hatte im oben beschriebenen Kontext keinerlei Probleme. Und welches Land hat keine Sorgen? Darueber hinaus habe ich in Australien und Neuseeland ausschliesslich positive Begegnungen mit Indern erlebt, woher unter anderem mein Wunsch dieses Land zu bereisen herruehrt. Dieser Trip ist nach wie vor eine wundervolle Erfahrung, die ich nicht missen moechte. Und sie ist noch nicht abgeschlossen, wofuer ich sehr dankbar bin.

Bis demnaechst!

Randnotiz

Mir ist aufgefallen, dass es mir manchmal richtig schwer faellt (ordentlich) deutsch zu schreiben, weil ich hier alles in englisch erledige: Ich traeume sogar in englisch und muss beinahe schon zurueck in deutsch uebersetzen, wenn ich jemanden aus der Heimat treffe. Puh, bald schon heisst es wieder umgewoehnen... Bis dahin freue ich mich auf Impressionen aus der Heimat, wie sie mir meine Freundin Dani geschickt hat. Per E-Mail gab's Fotos vom naerrischen Treiben, frisch aus einer der Narrenhochburgen der Gegend. Ich habe mich unheimlich darueber gefreut! Danke nochmal Suesse!

Falls ihr Lust habt, schickt mir doch auch mal ein Bild von zu hause. Ich wuerde mich wirklich gluecklich schaetzen, mal wieder ein wenig Heimatluft zu schnuppern. ;) Wie immer koennt ihr mir dieses und jenes ueber jasmin.reimold@gmail.com zukommen lassen.

Ich weiss, ihr brennt darauf, Bilder aus Australien/Neuseeland zu sehen. Da hier DSL quasi ein Fremdwort ist, die Gebuehren fuer die Internetnutzung stark variieren und ich nicht immer die Zeit habe, Bilder und Videos zu sortieren und anschliessend hoch zu laden, muss ich euch noch bis Anfang Maerz vertroesten. Ich werde mich nach meine Rueckkher eine Woche ins stille Kaemmerchen zurueck ziehen und die schoensten Schnappschuesse in den Blog einpflegen. Versprochen.

Viel zu viel Wasser, um Fische zu sehen

Ich bin heute noch in Cairns und dank tropischen Regens wurde meine Glasboot-Tour zum Great Barrier Reef abgesagt. Autsch. Da ich aber nur einen Tag hier oben habe, muss ich diesen Teil meiner Reise leider vorerst abhaken. Aber gut, nach einer Gluecksstraehne, die knapp 3 Monate anhielt, muss man sich hin- und wieder mal mit einer kleinen Enttaeuschung zufrieden geben. Ich kann immerhin von den Erinnerungen an das traumhafte Wetter in Airlie Beach zehren, wo ausnahmsweise ein paar Tage trockene Hitze bei knapp 32-34 Grad vorherrschten - und das exakt in dem Zeitfenster, in dem ich dort war. Auf dem Segeltrip zu den Whitsundays habe ich ueber Nacht an Deck geschlafen und einmal mehr die Milchstrasse beobachtet. Wir haben ausserdem ein Wettrennen mit einem anderen Segelboot veranstaltet und nach zwei Tagen zurueck an Land Abschied voneinander gefeiert.



Morgen schon fliege ich nach Perth, wo ich eine Woche lang bei Timmy bleibe. Das ist gleichzeitig meine letzte Station in Australien. Ich habe ihn 2007 in Deutschland kennen gelernt und da es das Internet gibt, konnten wir in der Vergangenheit in losem Kontakt bleiben. Ich freue mich schon darauf, ihn wieder zu sehen und eine Runde zu schnacken. Zumal ich ihn jetzt besser verstehen duerfte als damals. Der australische Slang ist wirklich nicht immer einfach zu verstehen, aber ich habe mittlerweile eine Menge dazu gelernt. ;)

Timmy zieht gerade um, was garantiert chaotisch wird. Aber nichtsdestotrotz holt er mich morgen vom Flughafen ab, was immer ein tolles Gefuehl fuer mich ist. Egal wo man ist, man fuehlt sich gleich gut aufgehoben. Ausserdem kann ich mit Timmy am 26. Januar den Australia Day feiern, der wohl den kompletten Kontintent Kopf stehen laesst. Ich weiss noch nicht genau, was gefeiert wird, aber seit Tagen sieht man im TV nichts anderes mehr. Diese Ozzis sind wirklich patriotisch veranlagt. Ozzies wird uebriegens gesprochen wie 'Ossis', nur weicher. Garantiert gibt es ueberall Barbies (die Abkuerzung fuer Barbeque, also Grillfeste) und gelb-gruen gekleidete Menschen. Das wird ein riesen Spass und ich freue mich schon drauf!

Weitere Details gibt es dann zu gegebener Zeit. Ich geh dann mal Waesche waschen... Bis demnaechst!

21. Januar 2010

Traumhaft

Mein letztes Couchsurfing-Abenteuer scheint schon wieder Ewigkeiten zurueck zu liegen. Seitdem ich Rockhampton mit zwei neuen Freunden hinter mir lassen musste, bin ich ein wenig traurig: Auch mit meinen Gastgebern Sean und Scott habe ich mich blendend verstanden. Um genau zu sein habe ich die meiste Zeit mit Scott's Mitbewohner Sean verbracht, denn Scott musste samstags geschaeftlich nach Melbourne fliegen. Mit Sean war ich dann an einigen Straenden, wo wirklich nur einige wenige Ortsansaessige geangelt haben; wir haben blaue Krabben gejagt, die in riesigen Gruppen am Strand entlang gezuckelt sind; hatten frische, riesige Garnelen am ersten und ein leckeres Steak am zweiten Abend und von meinem Bett aus konnte ich morgens einen Mangobaum mitsamt farbenpraechtigen Papageien sehen. Das war wieder ein sehr schoenes, entspanntes Wochenende und ich habe meine Zeit in Rockhampton, das hierzulande als eher langweilig verschrien ist, sehr genossen.

Die aktuelle Station lautet Airlie Beach, von wo aus ich einen Segeltrip zu den Whitsunday Islands unternommen habe. Das war traumhaft! Ich erwische die Gegend hier zwar mitten in der Regenzeit, hatte aber einmal mehr Glueck mit dem Wetter. Es war trocken, heiss (ca 34 Grad) und so haben wir postkartenreife Bilder und Videos von sagenhaft weissen Straenden aufgenommen, waren schnorcheln und baden in tuerkisblauem Wasser und haben Fische und schoene Korallen gesehen. Die Inseln gehoeren noch nicht zum Great Barrier Reef, aber stehen dem in kaum etwas nach (denke ich). Mehr Infos ueber die Inseln findet ihr hier.

Ein Glueck bin ich an den beiden Tagen auf dem Segelschiff kaum an Land gewesen, so dass meine Moskitostiche endlich ein wenig abheilen konnten. Die Viecher sind ein Plage und seitdem es hier in den letzten Wochen relativ viel geregnet hat, sind sie extrem aktiv. Und sie lieben mich. Drueckt mir die Daumen, dass ich die letzten Tage an der Ostkueste Australiens heil ueberstehe.

Bis demnaechst!!

Der Countdown läuft

"La vida es corta pero una sonrisa sólo precisa un segundo." [altes kubanisches Sprichwort] Warum verrate ich euch Binsenweishe...