22. November 2009

Typisch Kiwi!

Nachdem wir alle zusammen gestern einen herrlich warmen Tag genossen haben (etwa 25 Grad), sind meine Leih-Eltern heute ohnehin Richtung Landeshauptstadt Wellington aufgebrochen, wo sie ihre Enkelin Paige Angela Graham besuchen, die vor 10 Tagen auf die Welt gekommen ist. Die beiden sind bereits gefahren und ich hoffe, wir koennen den Kontakt zueinander halten. Aber alleine bleibe ich natuerlich nicht zurueck. Scout Scott wird mir noch bis morgen Gesellschaft leisten. Wir werden gleich gen Westkueste aufbrechen, wo sich eine grossflaechige Seenlandschaft befindet: Fjordland.

Weil ich heute nicht mehr viel Spannendes zu erzaehlen habe moechte ich die Gelegenheit nutzen, um euch ueber ein paar ganz alltaegliche Dinge informieren, die einem hier begegnen. Typisch Kiwi halt!

Wetter
Sich geeignet anzuziehen ist nicht selten eine Herausforderung, denn das Wetter hat hier unten seinen ganz eigenen Kopf und schwenkt mitunter blitzschnell um. In Dunedin ist es besonders schlimm: Man sagt, dass man dort '4 seasons in one day' erlebt. Habt ihr schon einmal versucht, euch fuer 4 Jahreszeiten passend anzuziehen??!

Auf den Strassen Neuseelands
Es ist kein Geheimnis, dass man hier auf der falschen Seite der Strasse faehrt. Aber neben dem vorherrschenden Linksverkehr sollte man sich unbedingt an die vorgeschriebenen Geschwindigkeitsbegrenzungen halten. Die Polizei erwischt einen schon einmal kalt, wenn sie deine Geschwindigkeit von der Gegenseite aus dem fahrenden Auto heraus messen und dich gleich im Anschluss per Video damit konfrontieren. Lasst euch sagen, das wird teuer. (Und nein, ich war's nicht! :-))

Was in der Wohnung auffaellt
Will man sich die Haende waschen, darf man sich entscheiden, ob man sie sich verbrennt oder sie abfrieren sollen. Der britischen Tradition entsprechend sind die Wasserhaehne separat am Waschbecken angebracht. Clever...
Als ob das noch nicht genug waere, wird man von der naechstbesten Steckdose schikaniert. Bevor man die nutzen kann, muss man sie naemlich erst einmal mit Hilfe eines nahe gelegenen Schalters freigeben. Den Sinn dahinter werde ich sicher noch herausfinden. Bestimmt.

Uebergroesse bevorzugt
Essen zu kaufen ist als Einzelperson gewoehnungsbeduerftig, denn hier gibt es alles in extragrossen Portionen. Kiloweise Kaese zu kaufen oder 2 Liter Milch mitzunehmen ist gaengig. Wer soll das denn alles essen? Zugegeben, man kann das auch in kleineren Portionen erwerben, aber damit steigt der Preis - natuerlich relativ betrachtet. Aus europaeischer Sicht: verrueckt.

Ausgehen
Wenn man Essen geht, bestellt man in der Regel direkt an einer Schalter. Gelegentlich darf man sein Essen auch dort abholen. Man zahlt am Besten gleich nachdem man bestellt hat. Spaeter zu zahlen ist auch ok, aber die meisten Kiwis werden dann ein wenig nervoes. Ausnahmsweise.
Wer sein Essen gerne weniger kalorienreich mag, der sollte vorher fragen, wie die Mahlzeit zubereitet wird. Die Kiwis lieben es naemlich 'fried' (fritiert). Das muss nicht immer sein. Aber wer darauf steht, der sich am Besten an die Schotten halten, die essen gerne auch mal einen Mars-Riegel frittiert. Yummie!
Trinkgeld zu geben ist hier uebrigens nicht ueblich - das schont die Urlaubskasse. ;-)

Tierwelt
Die Tierwelt ist hier verdammt vielfaeltig. Es gibt Schafe, Schafe, darunter einige Schafe. Ach ja: und Schafe.



Bis demnaechst!

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Der Countdown läuft

"La vida es corta pero una sonrisa sólo precisa un segundo." [altes kubanisches Sprichwort] Warum verrate ich euch Binsenweishe...