Ihr Lieben, was soll ich euch sagen, in den letzten Tagen habe ich viel zu oft viel wenig geschlafen. Am 24.12. habe ich mich auf zu einem nahe gelegenen Leuchtturm gemacht, um den Sonnenaufgang zu sehen. Um 4.30 Uhr hiess es daher 'Aufstehen!!' Waere es nicht bewoelkt gewesen, haette ich mich vielleicht ein wenig mehr dafuer begeistern koennen... ;-) Am Abend nahm ich dann an einer grossen Weihnachtsfeier teil, die in meinem Hostel stattfand. Essen und trinken, Musik hoeren und quatschen, Opossums und Geckos beobachten - es war eine gute Mischung, um nicht zu sehr an das 'normale' Weihnachten zu hause denken zu muessen. Zusammen mit einem kunterbunten Haufen netter Europaeer habe ich dann auch den naechsten Tag verbracht: da waeren der Klemptner Pal aus Norwegen, der alles aufgegeben hat, um zu reisen; die Marketing-Expertin Claire aus England, die Frau mit den blonden Locken, die durchweg gut gelaunt ist, quatscht und lacht; die Surfer-Prinzessin Riitta aus Finnland, die in einer schwedisch-sprachigen Schule unterrichtet; Dan aus Amerika, der mit seiner Verlobten Fiona in London lebt und nun mit ihr und einer ehemaligen Mitbewohnerin durch Australien reist; Freek aus Holland, der staendig E-Mails von seiner Katze Zorro bekommt; der etwas ruhigere Neill aus Schottland, der mich an Carlton Banks aus 'Der Prinz von Bel Air' erinnert ... Und noch ein paar mehr. Ihr koennt euch sicher vorstellen, dass wir immer genug Gespraechsstoff hatten. An diesem Abend bin ich trotzdem frueh ins Bett, um mitten in der Nacht aufzustehen und ein paar Telefonanrufe in die Heimat zu entrichten. Was tut man nicht alles?
Weihnachten ist damit vorbei und mein Trip hat mich gestern nach Brisbane gefuehrt. Da die Geschaefte am 26.12. trotz des Feiertags geoeffnet hatten, die Sonne (meistens) schien und sich irre viele Leute auf den Strassen getummelt, Strassenmusiker gespielt haben hatte ich mich ein wenig nach Melbourne zurueck versetzt gefuehlt. Ein gutes Gefuehl, zugegeben. Melbourne war fuer mich bisher die aufregendste Stadt, was das Unterhaltungsangebot angeht. Brisbane ist offensichtlich weniger aufregend. Ich werde mich in den naechsten Tagen mit Kaffee trinken, zurueck lehnen, gegen die schwuele Hitze ankaempfen und Buecher lesen beschaeftigen. Auf letzteres freu ich mich schon, denn allzu viel Zeit zum Lesen hatte ich bisher nicht.
Derzeit amuesiere ich mich koestlich ueber
Brian Thacker und sein Buch Couch Surfing (...). Er selbst ist Australier und hat sich aufgemacht um verschiedenste Couches zu entdecken, die verstreut auf dem kompletten Globus liegen. Wenn ihr wissen wollt, was es mit seinem zeitweise 'postnuklearen Gesicht' auf sich hat, welch abstruse Gruppen man auf www.couchsurfing.org finden kann (kennt ihr Anhaenger der 'Kirche des fliegendes Spaghettimonsters'??) oder warum sich Brian fuer die Couch von Bob entschieden hat, obwohl er 'gerne aus moeglichst grossen Hoehen pinkelt' - ihr erfahrt es in diesem Buch.
Ganz nebenbei lernt man aber auch einige Charakteristika fremder Laender kennen. Ernsthaft. So heizen die Islaender bspw. ihre Gehwege und die Stadt Chicago verdankt ihren Namen der indianischen Bezeichnung fuer 'Stinktier'. Interessant, oder nicht?! ;-)
Bis demnaechst!!
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