Hallo zusammen,
weiter unten findet ihr einen Post, den ich bereits am 30.11. verfasst, aber noch nicht online gestellt habe. Ich war die letzten Wochen nicht wirklich online, bzw. in der Stimmung zu schreiben. Ihr koennt das sicher nachvollziehen. :-) Jetzt erst einmal viel Spass beim Lesen!
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Es gibt Neuigkeiten! Ich bin mit meiner Tour entlang der Westkueste beinahe durch und befinde mich gerade jetzt noch in Hokitika. Das ist das erste Fleckchen, das ich nur bei Regen erlebt habe und das Wetter wird sich wahrscheinlich bis zum Ende meiner Neuseeland-Tour nicht mehr großartig aendern. Aber nur wahrscheinlich, denn hier darf man der Wettervorhersage maximal bis zum naechsten Tag Glauben schenken...
Wie auch immer, in den letzten Tagen bin ich gerade lange genug in Queenstown gewesen, um zwei Bungeejumps hinter mich zu bringen. Eigentlich wollte ich bei strahlendem Sonnenschein auch paragliden, aber der Wind war so stark, dass der Veranstalter absagen musste. Sicherheit geht in diesem Fall vor. Aber gerade weil ich deswegen noch so viel Zeit hatte und Queenstown total vollgestopft mit Touris ist, bin ich mit Nici weiter nach Wanaka gezogen, wo wir zweimal genaechtigt haben. Nici habe ich auf der Doubtful Sound-Tour kennengelernt und bin seither mit ihr unterwegs. Alles in allem haben wir in Wanaka nicht viel unternommen, sondern uns vielmehr von der Fahrt erholt: Wir sind im wohl gemuetlichsten Kino der Welt gewesen, wo wir eine Reihe von Kurzfilmen lokaler Pseudo-Regisseure gesehen und uns mit Carrot Cake (Karottenkuchen) und Ginger Beer („Ingwerbier“) entspannt in die dortigen Sofas zurueck gelehnt haben. Die Suessigkeiten hier in Neusseeland sind fantastisch und das sogenannte Ginger Beer aehnelt Ginger Ale, ist ebenfalls alkoholfrei, schmeckt aber intensiver nach Ingwer. Kurz: ich bin begeistert!
Am naechsten Tag haben wir unsere grauen Zellen in der Puzzle World bemueht, wo wir neben Gedaechtnistraining auch durch x-Raeume mit verschiedenen Illusionen und abschliessend durch ein riesiges Labyrinth gewandert sind. Da kam ein wenig Jahrmarkt-Stimmung auf.
Weiter ging die Reise dann in Richtung der zwei wohl bekanntesten Gletscher des Landes: dem Fox Glacier und dem Franz Josef Glacier. Ich bin am Tag unserer Anreise am Fox Glacier noch aufgebrochen, um den Gletscher anzuschauen, habe ihn aber nicht bestiegen. Das ist im Rahmen einer gefuehrten Tour moeglich, aber fuer den naechsten Tag hatten wir etwas ganz besonderes vor und daher habe ich darueber hinaus nur noch einen weiteren, kurzen Spaziergang um einen See gemacht. Fuer Samstag und Sonntag habe ich naemlich fuer den Copeland Track einen kompletten Tag eingeplant. Fuer die Wanderung sollte man gemaess einiger Broschueren sechs bis acht Stunden einplanen, um zu einer Huette inmitten der Berge zu gelangen, wo Hot Pools auf die erschoepften Wanderer warten. Bereits nach 6,5h hatten wir die Huette erreicht und erschoepft ist wirklich nicht untertrieben. Der Wanderweg von knapp 17km schlaengelte sich durch mitunter sumpfiges, steiniges, manchmal auch steiles Gelaende, entlang eines Flusses, quer durch kuehle Waelder, gesaeumt von Bergen. Einfach sagenhaft schoen und abwechslungsreich. Ich waere am liebsten zum Hans-Guck-in-die-Luft mutiert. Wir sind an diesem Abend gleich zweimal in den natuerlichen Becken gewesen, die von einer heissen Quelle gespeist werden. Die Becken sind im Prinzip groessere Pfuetzen, die unterschiedliche Farben haben, die aufgrund der Oxidation und Mineralisierung entweder rot, blaeulich oder gruenlich erscheinen. Mit den Gletschern im Hintergrund war das unsere wohlverdiente Belohnung nach einem harten Tag. Wir sind uebrigens Nat und Staf aus Israel. Nici wollte eigentlich mitkommen, aber sie hat unterwegs ein paar andere Leute getroffen, mit denen sie wieder andere Plaene entworfen hat. Es ist ein wenig kompliziert, euch ueber die Leute zu informieren, die ich treffe und mit denen ich reise. Zu gegebener Zeit wird aber auch ein Post darueber folgen, versprochen! Mit Nat bin ich auf jeden Fall am fruehen morgen wieder gen Fox aufgebrochen, denn die Reise muss weiter gehen. Seine Tour durch Neuseeland endet zwar frueher als meine, aber wir sehen uns ziemlich sicher in Byron Bay wieder, wo er mir das Surfen beibringen muss (!!!)... Aber davon zu gegebener Zeit mehr.
Bis demnaechst!
Das Tagebuch für alle Daheimgebliebenen.
Viel Spaß beim Schmökern!
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