14. Januar 2010

Wieder ein Stueck Herz verloren

Rainbow Beach ist ein kleines Nest, wirklich. Aber das Hostel, meine neuen Freunde, die Sonne, der Strand und viele andere kleine Dinge machen diese Doerfchen zu dem wohl wundervollsten Platz, den ich bisher besucht habe. Daumen hoch fuer Rainbow, das ich heute verlassen muss. Goodbye my love!!

Dieses Lied passt nicht perfekt, aber es kommt hin.
James Blunt: Goodbye my lover

12. Januar 2010

Reif fuer die Insel

Hallo zusammen,

wie oft habt ihr euch schon die Frage gestellt, was ihr auf eine einsame Insel mitnehmen wollt? Ich bin gerade eben erst von einer mehr oder weniger bewohnten Insel zurueck gekommen, auf der ich die letzten 3 Tage verbracht habe. Was alles im Rucksack verblieben ist? Schwimmsachen fuer die schoenen Suesswasser Seen im Inland; viel Sonnencreme wegen der permanent warmen Temperaturen von knapp 31 Grad; weniger Klamotten zum wechseln, da man ja eh meist in Badesachen huellt und einen Haufen lustiger Zeitgenossen, mit denen man sich die Langeweile zum Beispiel beim 'irischen Baseball' vertreibt.

Zugegeben, einsam waren wir auf Fraser Island nicht, denn auch unter Touristen ist dieses Fleckchen Erde recht bekannt und beliebt. Nichts destotrotz sind wir in den letzten Tagen mit einem grossen Jeep ueber die Sandstrassen geduest, die direkt am Meer entlag verlaufen. Ich habe dabei auch meine ersten Erfahrungen im Linksfahren erhalten, denn auch auf einer Sandstrasse gelten die ueblichen Verkehrsregeln und Geschwindigkeitsbegrenzungen. Und Spass gemacht hat's obendrein. ;)
Was ihr sonst noch ueber Fraser wissen solltet: Die groesste Sandinsel derWelt gehoert zum Weltnaturerbe und die Aboriginis nennen die Insel K'Gari, was man mit Paradies uebersetzen kann. Wegen der vielen Touris, die mit ihren Allradern am Strand entlang heizen, ist das nicht mehr unbedingt zutreffend, aber ich will jetzt nicht mit meckern anfangen...

Ausserdem war ich vor dieser 3-taegigen Camping-Tour spontan surfen! Eigentlich wollte ich ja im Ozean Kajak fahren, aber wegen der Windverhaeltnisse wurden wir frueh morgens spontan auf surfen umgepolt. Ein riesen Plus fuer den kleinen Ort Rainbow Beach, denn die Wellen waren perfekt. Der Surfkurs hat unheimlich viel Lust auf mehr gemacht und verbessert habe ich mch obendrein! Mal schauen, was aus meiner Surferkarriere wird. Ich lasse es euch wissen!

Bis demnaechst!

8. Januar 2010

Die lieben Ozzis

Ich hatte euch schon einmal dezent darauf hingewiesen, dass die Australier ein ziemlich entspanntes Zusammenleben pflegen. Meiner Meinung nach resultiert das nicht nur an der (zumeist) fantastischen Wetterlage, sondern auch an dem Umgang miteinander.

Was mir deutlich aufgefallen ist, sind die kinder-, bzw. familienfreundlichen sowie oftmals behindertengerechten Einrichtungen: In oeffentlichen Verkehrsmitteln gibt es vereinfachte Zustiegsmoeglichkeiten und mehr Sitzgelegenheiten, aber auch eine deutlich groessere Anzahl an diversen, speziellen Parkplaetzen in der Naehe von Einkaufszentren zum Beispiel. So hat es mich nicht wirklich verwundert, dass ich am Stadtstrand von Brisbane neulich einen Rollstuhl im Sand entdeckt habe.

Aber auch Hilfestellung im Alltag wird gross geschrieben. So war ich letzte Woche Zeuge, wie gleich vier Menschen auf der Strasse einer Dame beim Zusteigen in ein Taxi behilflich waren, als ihr eine Packung mit Metallstaeben entglitt. Und eine derartige Hilfe boten sowohl Jugendliche als auch Berufstaetige im Kostuem an. Ich kann mich nur sehr vage daran erinnern, wann ich einen derartig grossen Andrang das letzte Mal in Deutschland erlebt habe.
Auch am Flughafen macht sich das bemerkbar: Vor dem Zusteigen wird man schon einmal gebeten, den aelteren Herrschaften, Familien oder bewegungseingeschraenkten Menschen Vorrang zu geben. Was ohne Weiteres funktioniert. Dinge wie diese sind nicht nur bemerkenswert, sondern haben eigentlich einen Orden verdient.

Was ich von meinen Couchsurfing-Gastgebern sagen kann ist, dass alle (auch die in Neuseeland) stets hoeflich, zuvorkommend und immer sehr gastfreundlich agiert haben. Ein weiterer Grund, warum ich demnaechst wieder eine Couch aufsuchen werde. ;)

Bis demnaechst!

Knuddel mich

Nach meinem zweiten Abstecher in Brisbane und einem weiteren nach Noosa Heads bin ich einmal mehr an einem Strand gelandet. Ich befinde mich aktuell an einem Ort mit dem traumhaften Namen Rainbow Beach, das im Gegensatz zu Noosa mit Sonne vom Feinsten glaenzt.

Zu meinem Leidwesen musste ich in Noosa wieder einige ziemlich interessante Reisende zurueck lassen, die mir schon nach einem Tag ans Herz gewachsen sind. Aber ich musste unbedingt weiter auf meinem Weg nach Norden, um meinen Flieger in Cairns am 23. Januar zu erwischen. Das klingt nach zwei entspannten Wochen, aber es gibt noch so vieles zu entdecken! Mehr dazu zu gegebenem Zeitpunkt.

Aber lasst mich noch ein letztes Mal zurueck nach Brisbane springen, wo ich mich noch einmal mit meiner Schul-/Studifreundin Natalie getroffen habe und die mir die mit Abstand beste Eisdiele in komplett Australien gezeigt hat: Cold Rocks hat nicht nur eine Auswahl leckerer Sorten, man kann diese noch mit allerhand Extras mischen. Ob man M&M's oder Fruchtpueree mag, extra Sauce oder Kekse - alles kein Problem. Ich kann euch sagen, das macht was her!

Ausserdem war ich am letzten Abend in Brisbane einmal mehr den Stadtteil Southbanks besuchen, der abends trotz weniger Besuchern immer noch mit dem fantastischen Stadtstrand aufwartet. Dafuer gibt es von mir nicht nur ein Plus, sondern einen extra Wohlfuehl-Faktor! Ich kann euch nicht recht sagen warum, aber ich finde Brisbane herrlich, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so viel zu bieten hat wie Sydney oder Melbourne.

Ein weiterer Hoehepunkt war mein Besuch im 'Koala Land' (dem Lone Pine Sanctuary), wo ich tatsaechlich einen der Knuddelbaeren auf dem Arm hatte. Ich hab mir danach gleich drei geschnappt und in meinem Rucksack versteckt. Mal schauen, ob ich sie heil nach Deutschland bringen kann. Ich konnte mich einfach nicht von diesem Anblick loesen. Diese possierlichen Tierchen (mit immerhin 6-10 kg Gewicht) sind DER HAMMER!



Was soll ich dazu noch sagen? Am Besten 'Bis demnaechst!' ;)

4. Januar 2010

Willkommen in 2010

Ich weiss, ich wiederhole mich staendig, aber: Die Zeit rennt! Lasst mich nur ein paar Worte zu Silvester verlieren: Es war toll! Nachdem ich in weiser Voraussicht ein schickes Abendkleid in Brisbane gekauft hatte, gab mir Martin die Gelegenheit, es auch zu tragen: Wir waren zunaechst in der Altstadt 'The Rocks' essen. Der Stadtteil ist der aelteste, von Europaeern besiedelte Ort Australiens - und aufgrund der herrlich alten Gebaeude auch optisch ein Augenschmaus.
Nach dem Essen haben wir uns dann in die riesige Menschenmenge gestuerzt und uns das Feuerwerk um 21 Uhr angeschaut - richtig, es gibt an diesem Abend zweimal was zu kucken. Das erste Feuerwerk ist eher eines fuer Familien, die danach dem Trubel der Massen entfliehen koennnen. Generell muss ich sagen, dass die Ozzis (=Australier) sehr bedacht sind Familien, aeltere oder behinderte Menschen in den Alltag einzubinden. Mehr dazu in einem extra Post, den ich bei Gelegenheit erstellen werde.

Danach gings in jedem Fall auf eine der hippen Partys im Hafen, wo wir viel zu lange auf unsere Getraenke warten mussten und leider 'nur' Ausblick auf das Opera House hatten. Ich hatte Martins SMS vor einigen Tagen ein wenig falsch interpretiert und der Blick auf die Harbour Bridge war mir nicht vergoennt. Aber ich will ja nicht meckern. Schee war's trotzdem. ;)





Darueber hinaus habe ich mich in den letzten Tagen mehrfach mit ein paar Freunden aus Byron Bay getroffen und bei ein paar Bier kamen die bisher wohl schraegsten Gespraeche zustande.

Zusammen mit Martin bin ich ausserdem in die Hauptstadt Canberra (sprich: Kaenbra)gefahren, wo ich zum ersten Mal die Werke einiger grosser Meister bestaunt habe. Details zur aktuellen Ausstellung findet ihr hier. Unter den bekannten Werken haben mir van Goghs 'La nuit etoilee' und 'Van Gogh’s Bedroom at Arles 1889' am meisten gefallen. Das klingt vielleicht ein wenig seltsam, aber so ein Gemaelde aus naechster Naehe zu sehen ist einfach was anderes - es war wirklich beeindruckend.
Ein weiterer Ausflug am gestrigen Sonntag hat uns in den Nationalpark von Sydney gefuehrt. In einem privaten Zoo habe ich meine ersten echten, lebendigen Kaenguruhs gesehen habe. Viel mehr noch: Es war eine Art Streichelzoo und man konnte die kleinen Freunde anfassen und beim herum huepfen bestaunen. Ich bin hin und weg.

Aber genug geschwaermt, ich muss mich mal wieder um meinen Reiseverlauf kuemmern. Heute morgen hiess es naemlich: Zurueck nach Brisbane - aber ich weiss immer noch nicht genau, wo ich morgen sein werde. ;)

Bis demnaechst!

Ohrenbetaeuber

Dennis Lisk & Co.: Einfach mal sehen
Beatsteaks: I don't care as long as you sing
Moloko: Familiar feeling
Clueso: Jede Stadt
Clueso: Mitnehm
Manu Chao: Je n'ai taime plus mon amour
Kings of Leon: The bucket
Jack Johnson: What you thought you need
The Killers: Mr. Brightside
The Fray: You found me

Ich wollte euch eigentlich ein australisches Schmankerl praesentieren, aber ich habe keinen passenden Link gefunden. Vielleicht habt ihr mehr Zeit und Muse nach Russell Crowe & 'Worst in the world' zu suchen. Ja! Tatsache, Mr. Crowe singt. Und das gar nicht mal so schlecht, wie ich finde.

Stattdessen kann ich euch einen anderen australischen Augenschmaus empfehlen. Viel Spass mit Kylie Minogue und Speakerphone

3. Januar 2010

Was fehlt

Waehrend meiner Reise gab es so einiges, was ich verloren habe. Darunter fallen:

- 1 Handtuch
- 1 Kreditkarte*
- 1 SIM-Karte**
- 1 USB-Stick
- 1 1/2 Zehennaegel (Merke a) niemals barfuss Salsa tanzen und b) Steine im Schuh immer gleich entfernen...)
- den Funkelstein meines Tragus-Piercings (das am Ohr!)
- die Hoffnung, leckeres neuseelaendisches Fried Food zu finden. (Fried Food= Frittiertes).

* wieder bekommen
** Ersatz erhalten in Brisbane/in Sydney wieder gefunden

Was bleibt: Die enstpannte Stimmung. :)

Der Countdown läuft

"La vida es corta pero una sonrisa sólo precisa un segundo." [altes kubanisches Sprichwort] Warum verrate ich euch Binsenweishe...